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Berger: Alfa Romeo und Opel in der DTM? Ein Traum!

Zuletzt am Nürburgring traf sich DTM-Chef Gerhard Berger mit rund 250 Fans zum intensiven Austausch. SPEEDWEEK.com war dabei und fasst die wichtigsten Aussagen zusammen.

DTM

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Der Saal im ringkino auf der Fanmeile des Nürburgrings ist sehr gut gefüllt. Rund 250 Fans dürften es gewesen sein, die die Möglichkeit genutzt haben.

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Denn im Rahmen des vorletzten Rennwochenendes lud die DTM zum Gespräch mit DTM-Chef Gerhard Berger – es war nicht das erste Treffen eines DTM-Chefs mit Anhängern der Serie, in solch einem größeren Rahmen war das aber eine Premiere. "Für uns ist es wichtig, dass wir näher an die Fans herankommen und noch mehr auf die Fans hören", sagte Berger.

Solche Sätze kommen an. Immer wieder gibt es spontanen Applaus. Klar: Gerne dann, wenn Gerhard Berger mal wieder einen raushaut. Wenn er sagt, dass er in der DTM gerne 1000 PS hätte. Selbst mit den neuen Class-One-Boliden ist man noch fast 400 PS davon entfernt.

"Irgendwann werden wir das vielleicht auch hinbekommen, auch wenn es eine kleine Träumerei ist. Ich will aber sehen, wie der Fahrer so ein Gerät beherrscht", so Berger: "Immerhin sehen sie in diesem Jahr schon anders aus als im letzten Jahr, wenn sie aus den Autos steigen."

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Kurzweilig wird es, als er einen seiner Scherze macht, beim Thema Frauen in der DTM zum Beispiel. "Keke hat heute noch Schüttelfrost", scherzte er in Anspielung auf Keke Rosberg, der 1992 in Hockenheim gegen Ellen Lohr verlor.

Unter dem Strich muss man sagen, dass die Fragen der Fans ausgewogen und kritisch sind. Berger nimmt sich eine Stunde lang Zeit, antwortet ausführlich. "Es waren sehr spannende Fragen dabei", sagte er im Anschluss: "Die Fans wollen ganz offensichtlich mehr Hardcore-Racing und weniger Technik."

SPEEDWEEK.com war beim Treffen mit den Fans dabei und fasst die wichtigsten Aussagen zusammen.

Berger über….

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mehr Privatteams: ich freue mich sehr über das Kundenteam WRT. Denn sie haben ein wenig die Tür aufgemacht und gezeigt, dass sie konkurrenzfähig sind. Die Krux ist, dass wir immer noch zu teuer sind, aber gleichzeitig an die Limits gelangen. Denn wenn du einen gewissen Sport liefern willst, musst du einen Standard einhalten, weshalb ein Preislevel vorgegeben ist, unter den man kaum noch kommt. Wir sind von den Kosten her auf GT3-Niveau. Trotzdem sind wir in einem Bereich, der immer noch schwer zu stemmen ist.

den Kalender: Mein Wunsch wäre es, dass man die DTM im Kern in Deutschland stärkt und in Europa aufbaut. Italien war schwach, alles andere stabilisiert sich, es wird aber noch zwei, drei Jahre dauern. Wenn man ein starkes Niveau erreicht hat, kann man sich im nächsten Schritt mit den Japanern drei- viermal im Jahr global treffen.

die lange Winterpause: Wir merken, dass es lange dauert, bis es wieder anläuft und der Flow passt. Aber auch hier ist es wieder ein Kostenthema. Über zehn Events hinauszugehen ist ein Aufwand, der nur schwer gedeckt werden kann. Vielleicht können aber zum Beispiel die erwähnten globalen Events zur Überbrückung genutzt werden.

neue Hersteller: Alfa Romeo wäre ein Traum, ich würde es lieben, Alfa Romeo in der DTM zu haben. Ich würde auch Opel super finden, denn sie haben in Deutschland eine starke Fangemeinde. Grundsätzlich steht die Tür allen Herstellern offen. Aber die Gespräche drehen sich im Kreis, denn die Automobilindustrie erlebt eine turbulente Zeit. Es ist wirklich schwierig, in der heutigen Zeit einen neuen Hersteller in die DTM zu bekommen.

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Frauen in der DTM: Keke Rosberg bekommt heute noch Schüttelfrost, wenn ich von Frauen im Motorsport rede, denn Ellen Lohr hat ihn mal geschlagen. Im Ernst: Es ist alles offen. Wir haben die W Series im Rahmenprogramm, da entsteht etwas. Mit dieser Ausbildung wird eine der Frauen irgendwann bei uns landen.

Rennen auf der Nordschleife: Mein Traum wäre es, mit den Japanern zusammen ein Rennen auf dem Nürburgring zu fahren und dabei die letzte Runde auf der Nordschleife zu absolvieren. Das Problem: Wir haben 18 Autos, wenn du da über die Nordschleife fährst, kommt eine halbe Stunde lang kein Auto vorbei. Und natürlich haben wir das Sicherheitsthema. Ich stehe aber voll dahinter, vielleicht ist die Zeit noch nicht reif. Wenn es passt, werde ich es forcieren.

den neuen DTM-Namen: Das ist ein ganz heikles Thema. Wir wollen und müssen internationaler werden. Aber: Wir haben deutsche Fans, die den Namen lieben. Ich gehe mit, wenn ich etwas auf dem Tisch habe, bei dem ich weiß, dass der deutsche Fan damit leben kann und mitgeht. Bis jetzt gab es diesen Namen aber noch nicht.

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