BMW: Akribisch vorbereitet

Von Andreas Reiners
DTM
BMW: Schnell unterwegs

BMW: Schnell unterwegs

BMW war bei den Tests in Hockenheim schnell unterwegs. Die Münchner sind für die Mission Titelverteidigung bestens vorbereitet.

Die Bühne ist bereitet für den von Fahrern, Teams und Fans sehnlichst erwarteten DTM-Saisonstart in Hockenheim am 5. Mai. Mit vier Testtagen schlossen die vier BMW Teams und ihre Konkurrenten an gleicher Stelle das Vorbereitungsprogramm für das erste von zehn Rennen 2013 ab.

Die wechselhaften Bedingungen – mit zum Teil kühlen Temperaturen und heftigen Regengüssen – stellten die acht BMW DTM-Piloten vor eine Herausforderung. Dennoch absolvierten die Teams ein stattliches Programm, legten weit mehr als 8.000 Testkilometer zurück und sammelten noch einmal wertvolle Daten und Erfahrungen mit dem BMW M3 DTM.
 
Wie schon beim vorangegangenen Test in Barcelona gingen die Fahrer auch in Hockenheim mit dem neuen Drag Reduction System (DRS) und den Optionsreifen von Hankook auf die Strecke. Beide Neuerungen werden auch im Saisonverlauf zum Einsatz kommen, wie im Rahmen des Presstages am Dienstag bekanntgegeben wurde.
 
Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): «Wir haben zum Abschluss der Vorbereitungsphase auf die neue DTM-Saison in Hockenheim noch einmal über 8.000 Kilometer absolviert. Obwohl die wechselhaften und meist nassen Wetterbedingungen natürlich nicht gerade ideal waren, konnten wir im Verlauf der letzten vier Testtage vor dem ersten Rennen ein straffes Programm durchziehen. Im Blickpunkt standen unter anderem das DRS und die Optionsreifen. Die Fahrer sind auch auf dem Hockenheimring gut damit zurechtgekommen. Und trotz der schwierigen Verhältnisse haben wir noch einmal eine Menge gelernt. Auf Basis der Zeiten lassen sich ganz sicher keine Prognosen über das Kräfteverhältnis beim Saisonauftakt treffen. Sicher ist nur, dass wir uns akribisch vorbereitet haben und nun dem ersten Aufeinandertreffen mit der Konkurrenz unter Rennbedingungen entgegenfiebern. Es wird in Hockenheim ganz sicher eng zugehen. Die Fans können sich auf einen packenden Saisonstart freuen.»
 
Bruno Spengler (Startnummer 1, BMW Team Schnitzer): «Der Test hier in Hockenheim war sehr interessant und aufschlussreich, auch wenn es aufgrund der wechselhaften Wetterverhältnisse äußerst schwierig war, gute Set-up-Arbeit zu leisten. Aber die Bedingungen waren für alle gleich. Insgesamt bin ich mit den Testergebnissen zufrieden. Es war ein tolles Gefühl, wieder in Hockenheim zu sein. Schließlich habe ich hier in der vergangenen Saison im letzten Rennen den Titel erringen können. Da werden viele schöne Erinnerungen wach. Aber jetzt blicken wir nur noch in die Zukunft. Ich bin gespannt auf das erste Qualifying. Erst dann werden wir wissen, wo wir wirklich stehen.»
 
Dirk Werner (Startnummer 2, BMW Team Schnitzer): «Aufgrund der Wetterbedingungen war es gar nicht so leicht, das komplette Testprogramm zu absolvieren. Wir haben dennoch das Beste aus der Situation gemacht. Wir hatten keinerlei Probleme mit dem Auto. Alles läuft nach Plan. Wir werden jetzt die gesamte Vorbereitung Revue passieren lassen und die Daten, die wir gesammelt haben, genau analysieren. Dann sollten wir eine ziemlich genaue Vorstellung davon bekommen, wie wir ins erste Rennwochenende des Jahres gehen werden.»
 
Augusto Farfus (Startnummer 7, BMW Team RBM): «Das Wetter hat bei diesem Test eine entscheidende Rolle gespielt. Regen und trockene Bedingungen haben sich abgewechselt. Es ist immer von Vorteil, auch im Nassen einige Runden zu drehen. Zur Vorbereitung auf die neue Saison hätten wir uns allerdings konstantere Bedingungen gewünscht. Dennoch fällt die Gesamtbilanz positiv aus. Obwohl die Vorbereitung auf die neue Saison insgesamt recht kurz war, sind wir im Hinblick auf den Saisonstart auf einem guten Weg. Es war ein großartiges Gefühl, wieder in Hockenheim zu sein.»
 
Joey Hand (Startnummer 8, BMW Team RBM): «Ich bin absolut zufrieden damit, dass wir das geplante Programm durchgezogen haben. Wir waren sowohl im Nassen als auch bei trockenen Bedingungen gut unterwegs. Die Zusammenarbeit mit dem BMW Team RBM funktioniert richtig gut. Ich musste erst einmal sicher gehen, dass unsere Mechaniker und Ingenieure mein kalifornisches Kauderwelsch verstehen. Aber wir haben eine ziemlich coole Truppe zusammen. Das Handling unseres Autos ist klasse, genauso wie das neue Design. Es sieht furchteinflößend und schnell aus. Und in meiner Karriere hat mich ein Fahrzeug, das schnell aussah, noch nie enttäuscht.»
 
Martin Tomczyk (Startnummer 15, BMW Team RMG):
«Der Test in Hockenheim ist für uns Fahrer immer etwas ganz Besonderes. Schließlich ist die Strecke zugleich auch Schauplatz des ersten Rennens der neuen DTM-Saison. Das BMW Team RMG und ich konnten trotz der wechselhaften Bedingungen während der Woche unser Testprogramm durchziehen, was nicht immer einfach ist, besonders wenn es zwischendurch stark regnet. Aus dem Test allerdings eine Tendenz für die neue Saison abzuleiten, ist schwierig. Erst das Rennen in Hockenheim wird zeigen, wer seine Hausaufgaben wirklich gut gemacht hat. Ich bin jedoch überzeugt, dass wir am 5. Mai richtig gut aufgestellt sein werden. Insgesamt ist die Vorfreude auf die neue Saison im ganzen Fahrerlager zu spüren.»

Andy Priaulx (Startnummer 16, BMW Team RMG):
«Unser Auto liegt sehr gut auf der Strecke und ist schnell unterwegs. Das haben unsere Zeiten in den verschiedenen Sessions gezeigt. Deshalb freue ich mich schon jetzt riesig auf das Auftaktrennen. Ich bin top motiviert und gehe mit einem guten Gefühl in mein zweites DTM-Jahr. Schließlich weiß ich im Gegensatz zu meiner Debüt-Saison jetzt ganz genau, was mich am 4. und 5. Mai in Hockenheim erwartet. Ich habe mich schnell im BMW Team RMG zurechtgefunden und wurde von allen herzlich aufgenommen. Wir sind heiß auf den Auftakt.»
 
Marco Wittmann (Startnummer 21, BMW Team MTEK): «Der Test in Hockenheim war für mich persönlich super. Wie gut unsere Zeiten wirklich waren, lässt sich aber nur schwer einschätzen. Schließlich weiß niemand so genau, was die Konkurrenz macht. Trotzdem nehme ich viel Selbstvertrauen aus Hockenheim mit. Unser Ziel war es, das Team noch weiter zusammen zu schweißen und die Abläufe zu optimieren, um perfekt für den Saisonstart gerüstet zu sein. Das ist uns gelungen. Ich bin gespannt, wie wir uns im ersten Rennen schlagen werden.»
 
Timo Glock (Startnummer 22, BMW Team MTEK): «Grundsätzlich ist der Test in Hockenheim für uns sehr positiv verlaufen. Wir haben viele Runden abgespult und aufschlussreiche Daten und Erfahrungswerte sammeln können. Natürlich hat es viel geregnet. Aber da wir sicher auch im Verlauf der Saison das eine oder andere Regenrennen bestreiten werden, dürften wir darauf nun bestens vorbereitet sein. Auch im Trockenen kamen wir gut zurecht. Wir verbessern uns mit jeder Runde, und auch bei den Boxenstopps werden wir immer schneller. Mittlerweile fühle ich mich in meinem Auto richtig wohl. Wir haben einen großen Schritt nach vorn gemacht. Ich hoffe, dieser Trend hält auch in Hockenheim beim ersten Rennwochenende an. Ich freue mich sehr auf den ersten Renneinsatz. Dann beginnt für mich ein völlig neuer Abschnitt.»

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