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Toto Wolff (Mercedes): «Dann fährt man hinterher»
Der Mercedes-Motorsportchef über das Geheimnis des plötzlichen Erfolgs und warum Robert Wickens die neue Speerspitze ist.
DTM
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Als Toto Wolff gefragt wurde, wie Mercedes in der DTM die Wende geschafft habe, wies er jegliche "Schuld" von sich. Allerdings kann auch der Mercedes-Motorsportchef nicht verkennen, dass sein Team inzwischen die Kurve bekommen hat. Nachdem der Österreicher in der Lausitz durch seine Abwesenheit den "Glücksbringer" spielte, scheint es auch zu laufen, wenn Wolff vor Ort ist. Fünf Mercedes in den Top Ten, Robert Wickens auf der Pole Position: Der Norisring ist zumindest beim Qualifying wieder fest in Mercedes-Hand.
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Das Geheimnis des Erfolgs? Kann auch Wolff nicht wirklich beantworten. "Wir sind am Anfang des Jahres von der Stärke von BMW und Audi etwas überrascht worden. Wenn man bei der Leistungsdichte in der DTM nicht richtig dabei ist, dann fährt man eben hinterher. Das haben wir sauber analysiert und das jetzt ist das Resultat. Es sind die richtigen Dinge gemacht worden", erklärte Wolff. Man generiere einen Lerneffekt, der sich nun offenbar auszahlt. "Unsere Strategie, jungen Fahrern eine Chance zu geben, zahlt sich im Verlauf der Saison immer mehr aus. Bei Robert scheint der Knoten nun geplatzt zu sein. Wir wussten schon immer, dass er den Speed hat, aber jetzt setzt er diesen auch in Top-Platzierungen um", war Wolff voll des Lobes für den Kanadier, bei dem sich die Umstrukturierungen innerhalb des Teams ausgezahlt haben. "Wir haben eine Gruppe von Fahrern, die vorne mitfahren kann. Robert ist sicher einer der erfahrensten Piloten neben Gary. Dass beide jetzt die Speerspitze bilden, ist für mich eine normale Rangordnung", so Wolff. Merhi fällt aus der Reihe
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Aus der Reihe fiel nur Roberto Merhi, der vom vorletzten Platz aus ins Rennen geht. "Ich weiß leider noch nicht, warum ich nach dem guten Wochenende auf dem Lausitzring hier solche Schwierigkeiten hatte. Hoffentlich können wir bis morgen noch etwas mehr Speed finden", so der Spanier, der auf einen Wink des Schicksals hofft. "Ich befinde mich in einer schwierigen Situation und ehrlich gesagt, hoffe ich, dass es morgen regnet. Wir haben in diesem Jahr bereits einige verrückte Rennen gesehen, vielleicht ist das Glück diesmal auf meiner Seite", so Merhi.
Auch die Pole Position ist in Nürnberg nicht einmal die halbe Miete. "Man kann sich inzwischen auf der Pole Position nicht ausruhen, weil mit den Reifen eine Unbekannte dazu kommt. Bruno muss man sicher auf der Rechnung haben. Auch Fahrer, die von weiter hinten starten und mit denen man nicht rechnet. DRS wird ebenso wie die Strategie eine große Rolle spielen", erklärte Wolff.
A propos Strategie: In Brands Hatch hatte Wickens den langsameren Paffett nicht überholen dürfen. Nun geht Wickens vor Paffett ins Rennen. Gibt es möglicherweise wieder eine Teamorder? "Wir werden versuchen, das Richtige für Mercedes zu machen und fair zu den Fahrern zu sein. Es kann sein, dass eingegriffen wird, um das Gesamtbild zu wahren", sagte Wolff und erklärte die Order in England: "Gary war auf einer anderen Strategie unterwegs und wäre von den anderen sonst aufgefressen worden. Das war eine bewusste Entscheidung", so Wolff.
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