Paffett nach Sieg obenauf

Von Dennis Grübner
Gary Paffett hatte in Zandvoort die Nase vorne.

Gary Paffett hatte in Zandvoort die Nase vorne.

Gary Paffett hat den vierten Saisonlauf der DTM in Zandvoort gewonnen. Der Brite übernahm durch den Sieg die Tabellenführung von Timo Scheider.

Am Rennstart konnte Überraschungs-Polesitter Oliver Jarvis den ersten Platz noch erfolgreich verteidigen. Gary Paffett klebte seinem Landsmann jedoch im Heck, schaffte es aber zunächst nicht vorbei. Als die beiden Führenden in Runde zehn zum ersten Stopp in die Box kam, änderte sich an der Reihenfolge weiterhin nichts. Jarvis konnte seine Top-Position zumindest virtuell verteidigen. Die Führung auf der Strecke übernahm derweil Bruno Spengler.

Nur wenige Runden nach seinem ersten Stopp leistete sich Oliver Jarvis dann jedoch einen entscheidenden Fahrfehler. In einer Kurve kam er von der Strecke ab und fuhr mehrere Hundert Meter über die Wiese. Paffett nutzte diese Situation gnadenlos aus und zog vorbei. Das Phoenix-Team reagierte auf den Austritt Jarvis‘ bereits in Runde 15 und holte ihn zum zweiten Stopp hinein. Dort überquerte er zu allem Überfluss bei der Ausfahrt aus der Box auch noch weisse Linie, wurde jedoch nicht bestraft.

Als Letzter zum ersten Stopp ging 20 Runden vor Schluss Mattias Ekström in die Box. Er kam auf Platz vier knapp hinter Paul di Resta wieder auf die Strecke. Mit dem Vorteil der neuen Reifen schnappte sich Ekström den Schotten wenige Kurven später.

Die Spitzenposition übernahm nach Ekströms Stopp erneut Gary Paffett. 15 Runden vor Rennende kam der Brite zum letzten Stopp und konnte seine Position vor den Verfolgern, allen voran Oliver Jarvis, verteidigen. Mattias Ekström, Markus Winkelhock und Maro Engel vor ihm mussten allesamt noch zum zweiten Service in die Box. Als das erledigt war, sahen die knapp 40.000 Zuschauer an der Rennstrecke in Zandvoort Gary Paffett wieder in Führung.

Die Reihenfolge der Top Acht sah nach allen absolvierten Stopps folgendermassen aus: Paffett auf eins, dahinter folgen Jarvis, Prémat, Ekström, Tomczyk, Winkelhock, Spengler und Scheider.

Im Endergebnis konnte sich lediglich Ekström noch nach vorne «kämpfen». Er kam ohne grosse Mühe an den vor ihn fahrenden Audi-Markenkollegen vorbei. Ein Schelm, wer dabei an Teamorder denkt. Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich betonte nach dem Rennen, dass Ekström aufgrund seines langen ersten Stints am Ende mit frischen Reifen deutlich unterwegs sein konnte.

Gary Paffett gewann das Rennen mit 1,4 Sekunden Vorsprung auf Ekström. Der Abstand spiegelt jedoch nicht den Rennverlauf am Ende wieder. Paffett nahm deutlich Tempo heraus und fuhr dem Sieg kontrolliert entgegen. Durch den zweiten Saisonsieg übernahm Paffett zugleich die Tabellenführung von Timo Scheider.

«Zwei Rennsiege, dazu die Führung in der Meisterschaft - wir sind bereit für den Meisterschaftskampf», gab ein sichtlich zufriedener Gary Paffett nach dem Rennen zu Protokoll.

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