Christian Vietoris/Mercedes: Nichts zu verlieren

Von Andreas Reiners
DTM
Christian Vietoris

Christian Vietoris

Christian Vietoris schrie seine Freude über den Funk heraus. «Geil», brüllte der Mercedes-Pilot nach dem sensationellen Sieg beim zweiten DTM-Saisonrennen in Oschersleben.

Niemand hatte nach dem desaströsen Saisonauftakt in Hockenheim und dem Qualifying in Oschersleben mit einem Erfolg der Stuttgarter gerechnet. Doch der Regen in der Magdeburger Börde spülte die krisengeschüttelte Mannschaft von Motorsportchef Toto Wolff nach vorne.

Und Vietoris ganz nebenbei zu seinem ersten DTM-Sieg überhaupt. «Es ist ein großartiges Gefühl, vor allem nach dem schwierigen Start in die Saison. Der Sieg ist für die Mannschaft, die einen tollen Job gemacht hat. Die Strategie war fantastisch», so Vietoris.

Die Krise bei Mercedes ist mit dem Sieg aber noch lange nicht beendet. «Wir müssen realistisch bleiben: Unter normalen Bedingungen würden wir hier nicht stehen. Wir arbeiten aber daran, uns so schnell wie möglich verbessern. Heute denken wir nicht an trockene Bedingungen», sagte Vietoris.

Bereits vor dem Start hatte Mercedes eine ungewöhnliche Strategie ausprobiert und Vietoris reingeholt, um aus der Boxengasse mit Regenreifen zu starten. «Es war kompliziert. Wir hatten nichts zu verlieren. Deshalb haben wir vor dem Start die Reifen gewechselt Das ging aber nicht auf», sagte der Mercedes-Mann, der daraufhin viel Zeit verlor, da die Strecke noch nicht nass genug war.

«Der zweite Stopp war aber umso wichtiger. Der hat funktioniert. Es ist alles aufgegangen», freute sich Vietoris. Wann hat er gedacht, dass er gewinnen kann? «Als das Boxenstopp-Fenster öffnete, war ich sehr weit hinten und ich habe so ziemlich als Einziger die Reifen gewechselt. Als ich später Mike überholt habe, wusste ich, dass es reichen kann. Danach ging es nur noch darum, die Reifen zu schonen.»

«Der Schlüssel zum Erfolg war die Strategie, die in einer schwierigen Phase des Rennens getroffen wurde und wir dann konsequent verfolgt haben. Nach der zweiten Safety-Car-Phase haben wir gemerkt, dass wir etwas schaffen können. Das war die Phase, als mein Puls sehr hoch ging», sagte Mercedes‘ DTM-Manager Wolfgang Schattling.

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