Mike Rockenfeller (Audi): Ein Griff ins Klo

Von Andreas Reiners
DTM
Champion Mike Rockenfeller

Champion Mike Rockenfeller

Mike Rockenfeller war entspannt. Trotzdem entspannt, muss man sagen. Denn in Ungarn blieb der Titelverteidiger weit hinter den Erwartungen zurück.

Platz zehn und somit ein Pünktchen war es unter dem Strich. Zu wenig eigentlich für seine Ambitionen, auch wenn er im dritten DTM-Saisonrennen zum dritten Mal punkten konnte.

Im Grunde macht der 30-Jährige also dort weiter, wo er im vergangenen Jahr aufgehört hatte. Und so auch die Meisterschaft einfuhr: Konstant punkten. Das Problem: Auf einen Saisonsieg muss er noch warten. Lediglich in Oschersleben schnupperte er als Zweiter an dem Platz ganz oben auf dem Podium. Es war auch das einzige Rennen, in dem er auf selbiges fuhr. 31 Zähler hat Rockenfeller auf dem Konto, 19 weniger als der Führende Marco Wittmann (BMW).

Und in Ungarn erlebte Rockenfeller etwas, das er vor allem 2013 nahezu komplett vermeiden konnte: Einen Fehler mit Folgen. Denn in Budapest erwies sich sein neues Setup als unbrauchbar. «Das war nicht das Setup, das wir letztes Jahr und dieses Jahr verfolgt haben. Ich wollte das. Das hat sich aber überhaupt nicht ausgezahlt. Ich komme damit nicht klar», so Rockenfeller zu SPEEDWEEK.com.

Warum hat er denn das Setup überhaupt geändert? Natürlich hat es Vor-, aber auch Nachteile. Die hat Rockenfeller gemeinsam mit seinem Team Phoenix versucht auszubessern. Mit besagtem bescheidenen Resultat. «Das ist das Positive, dass man das abhaken kann, die Lehre daraus zieht und sich wieder voll auf das andere Setup konzentriert. Die Richtung, die wir verstehen, die wir wollen und wo wir auch unsere Vorteile sehen.»

Für den Audi-Piloten war das Wochenende in Ungarn aber nicht nur wegen des Setups zum Vergessen: «Der Boxenstopp war nicht gut. Ich bin wegen eines Kommunikationsfehlers eine Runde zu früh reingekommen. Dann noch ein, zwei Fahrfehler am Anfang, durch die ich auch Zeit verloren habe - das waren am Ende die Sekunden, die mir vielleicht am Ende für zwei, drei, vier Plätze mehr gefehlt haben. Aber hätte, wäre wenn: Am Ende ist es immer schwer, wenn du nicht schnell genug bist. Und ich war einfach nicht schnell im Rennen.»

Und sein Fazit des ersten Saisondrittels? «BMW ist sehr stark. Ich komme nicht so gut klar, wie ich mir das erhofft habe. Wir müssen uns steigern und weiter als Team so arbeiten wie in der Vergangenheit und dann glaube ich, dass wir auch das Beste rausholen. Aber sicherlich habe ich mir etwas mehr erhofft», so Rockenfeller.

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