BMW-Team RMG – die neuen Meistermacher aus der Eifel?

Von Andreas Reiners
RMG-Pilot Marco Wittmann

RMG-Pilot Marco Wittmann

Wenn die DTM am Nürburgring Station macht, freuen sich gleich mehrere Teams auf ein Heimrennen. Darunter auch das BMW Team RMG rund um Teamchef Stefan Reinold.

Bei ihm ist die Vorfreude besonders groß, schließlich führt sein Pilot Marco Wittmann derzeit die Meisterschaft an und auch in der Teamwertung liegt der Rennstall aus Niederzissen ganz vorne. Zudem konnten sich die beiden Piloten Wittmann und Maxime Martin vier von sechs möglichen Rennsiegen sichern.

Dabei gründete Stefan Reinold das Team erst 2010. Das folgende Jahr bereitete man sich zusammen mit BMW auf den Einstieg in die DTM vor. «Im ersten Jahr in der DTM waren wir ganz gut dabei», erinnert sich Reinold. Damals fuhren der amtierende Meister Martin Tomczyk und der US-Amerikaner Joey Hand für die Mannschaft aus Niederzissen und holten insgesamt drei Podestplätze. «Im vergangenen Jahr hatten wir einen Tiefpunkt, und in diesem Jahr sind wir wieder weiter vorne», erzählt der Teamchef mit einem Augenzwinkern.

Reinolds Motorsportkarriere war schon immer eng mit dem Nürburgring verbunden, und so gab es bei der Wahl des Teamsitzes nicht wirklich viele Optionen. «Ich habe früher für Zakspeed und Phoenix gearbeitet – also immer in der Nähe des Nürburgrings. Ich habe dort auch einige 24h-Rennen absolviert. Deswegen ist der Nürburgring für mich das wichtigste Rennen des Jahres.»

Nach der schlechten Saison 2013 bekam Reinold gleich zwei neue Piloten für sein Team: Wittmann, der in seiner ersten Saison bereits mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam machen konnte, und Martin, der als kompletter Neuling aus dem GT-Sport in die DTM wechselte. «Wir konnten mit den beiden über den Winter schon viel arbeiten», erklärt Reinold.

«Marco ist ein absoluter Profi, obwohl er erst 24 ist.» Von dem jungen Fürther ist auch BMW-Motorsportchef Jens Marquardt begeistert: «Marco kam von der ersten Minute an mit dem BMW M4 DTM sehr gut zurecht – mit der Grundbalance, mit dem Grundfahrverhalten. Er hat mit dem Team und auch mit seinem Ingenieur sehr, sehr gut zusammengefunden.»

Immerhin kann sich RMG auf die Fahne schreiben, in diesem Jahr alle BMW-Siege eingefahren zu haben. Auch Marquardt freut sich über diese Entwicklung: «Das ist die Frucht harter Arbeit. Das Team hat sich immer wieder selbst analysiert. Was können wir besser machen, was stimmt in den Abläufen nicht? Sie haben im vergangenen Jahr schon einige Stellschrauben gedreht, auch personell ein, zwei Änderungen vorgenommen.»

Nun hat es RMG in der Hand, mit Marco Wittmann den nächsten Meister in der DTM zu stellen. Nach dem Phoenix-Team, dass sich mit Mike Rockenfeller den Titel 2013 sichern konnte, wäre RMG schon das zweite Team aus der der Umgebung des Nürburgring, das den DTM-Titel holt – die Eifel scheint eine gute Basisstation zur Erzielung motorsportlicher Top-Leistungen zu sein.

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