DTM-Skandal: «Motorsport und keine Kaffeefahrt»

Von Andreas Reiners
DTM
Christian Abt

Christian Abt

Der Funkskandal von Spielberg geht in eine weitere Runde. Nun hat sich Christian Abt zu Wort gemeldet und hat Audi sowie Timo Scheider in Schutz genommen.

«Ich kann es echt nicht mehr lesen was den ganzen Tag geschrieben wird. Glaubt ihr es war früher anderes? Nein», schrieb Abt auf seiner Facebook-Seite.

Der Kemptener, der selbst acht Jahre lang in der DTM unterwegs war, erinnerte in seinem Post an die Vergangenheit der Tourenwagenserie. «Ihr solltet euch mal die Rennen von damals anschauen, z.B. Singen oder Barcelona und dann gehen Euch die Augen auf was Hersteller sich schon alles so erlaubt haben», sagte Abt und meinte: «Das ist Motorsport und keine Kaffeefahrt...»

2007 in Barcelona hatte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich nach Mercedes-Attacken gegen zwei Audi-Titelkandidaten seine komplette Truppe vorzeitig in die Box beordert. Am vergangenen Sonntag hatte Ullrich in der letzten Runde des zehnten Saisonrennens mit seinem Funkspruch («Timo, schieb ihn raus») für einen handfesten Skandal gesorgt.

Vor allem er selbst, aber auch Timo Scheider, der nach dem Funkspruch die Mercedes-Piloten Robert Wickens und Pascal Wehrlein von der Strecke geschoben hatte, bekamen ihr Fett weg. Teilweise wurden beide über die sozialen Netzwerke wüst beschimpft. Scheider hatte sich am Mittwoch via Facebook mit einem Appell an seine Fans gewandt. (Zum Bericht)

Auch Abt kritisierte den Shitstorm, der nicht ganz unerwartet über die Protagonisten hereingebrochen ist. «Früher haben wir Fahrer das auf der Rennstrecke geklärt heute passiert es über Facebook und Twitter. Das ist in meinen Augen kein Motorsport mehr. Lasst einfach die Leute für Euch Unterhaltung machen und weiter leben», sagte Abt und hob den Unterhaltungsfaktor hervor, den die Aktion trotz aller Fragwürdigkeit und Unsportlichkeit letztendlich hatte. «Wenn nichts in der DTM passiert beschwert Ihr Euch den ganzen Tag über das Erfolgsgewicht, also seid doch froh, dass es mal endlich auf der Strecke zur Sache geht.»

Daneben bekamen auch Mercedes und Wehrlein ihr Fett weg. Wehrlein war durch die Aktion leer ausgegangen und hat 17 Punkte Rückstand auf Mattias Ekström, der das Rennen gewonnen hatte. Wehrlein hatte im Anschluss Scheider die Vorbildfunktion abgesprochen. «Was mich ein bisschen schockiert ist, dass so ein junger Fahrer der nicht mal in der Lage ist so eine minimale Berührung abzufangen so über Audi herzieht. Hier wäre mal ein Fahrsicherheitstraining angebracht :-)) oder er soll sich mal die Aufzeichnungen von früher anschauen wie DTM gefahren wurde...»

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