Patrese zur Aston Martin-Blamage: «Newey verloren, Honda ist ein Problem»
Aston Martin-Honda hat bei den Wintertests von Bahrain einen erschreckend schlechten Eindruck gemacht. Der sechsfache GP-Sieger Riccardo Patrese (71) hätte mit einer solchen Klatsche nicht gerechnet.
Noch vor wenigen Wochen hielten einige besonders Schlaue Aston Martin und Honda für jene Seilschaft, die beim neuen Formel-1-Reglement die Top-Teams nerven kann. Gemessen an Bahrain sind die Grünen aber Zweitletzte, nur Cadillac ist noch schlechter.
Das Auto zu spät auf die Bahn gekommen, dann unzuverlässig, die Kühlung überfordert, der Motor schwach. Der geniale Adrian Newey, Chefdenker und Teamchef in Personalunion, ist noch nachdenklicher als sonst.
Und wenn Fernando Alonso eine Comic-Figur wäre, würde er zur mürrischen Miene von einer schwarzen Wolke begleitet, die ihn auf Schritt und Tritt begleitet.
Auch der langjährige Formel-1-Fahrer Riccardo Patrese traute seinen Augen kaum, was er da vom Bahrain International Circuit zu sehen bekam. Der 71-jährige Italiener, WM-Zweiter 1992 mit Williams, sagt beim Portal talkSPORT BET Slots: «Adrian Newey wirkt verloren. Aber das grösste Problem scheint Honda zu sein.»
«Honda wirkt orientierungslos, weil sie nicht die nötige Motorleistung liefern können. Und darunter leidet selbst ein gutes Auto, das Adrian natürlich bauen kann. Was nutzt ein konkurrenzfähiges Chassis, wenn der Motor zu schwach ist?»
Patrese: «Probleme bleiben mindestens sechs, sieben Monate»
Der 256-fache GP-Teilnehmer weiter: «Ich höre, dass die Japaner mindestens sechs oder sieben Monate lang den Motor nicht richtig zum Laufen bringen werden, weil die Batterie überlastet ist und die elektrische Energie zu gering ist, um auf das Niveau der anderen Antriebseinheiten-Hersteller zu gelangen.»
«Wenn die Grünen also sechs Monate der Saison verlieren, um mit dem Motor halbwegs in die Gänge zu kommen, dann ist ihre Saison gelaufen.»
«Das alles ist schade, denn ich kenne Adrian sehr gut – er ist jemand, der nie aufhört, an Lösungen zu arbeiten. Sicher wird er im Moment besorgt sein, so wie auch Teambesitzer Lawrence Stroll. Der kanadische Unternehmer hat viel Geld in Aston Martin investiert, mit Adrian Newey an der Spitze des Programms.»
Patrese: «Ich mache mir Sorgen um Newey»
«Was mich wirklich beunruhigt, das ist die Auswirkung dieser Probleme auf Adrian Newey, denn er ist ein fantastischer Ingenieur. Wahrscheinlich wird dieses Jahr für sie ein Totalausfall – wegen Honda.»
«Ich würde mir wirklich wünschen, dass Adrian als Ingenieur weiter so brillieren kann, wie er es in den letzten 30 Jahren getan hat, aber ich fürchte, es sieht so aus, als ob das Auto in diesem Jahr wohl nicht konkurrenzfähig sein wird.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach