Luca Marini 2027 bei Yamaha? Schweigen ist Silber, Testen ist Gold
Vor der ersten Session zum MotoGP-Auftakt in Buriram ging es nicht nur um die Gegenwart. Honda-Pilot Luca Marini wurde auf eine Zukunft bei Yamaha angesprochen. Marinis Antwort fiel zweideutig aus.
Während der Testphase zur Saison 2026 ging den Spekulanten über die Leistungsfähigkeit des Honda-MotoGP-Projekts langsam die Luft aus. Nach einem
Als in Buriram alle Erkenntnisse über deine Runde und auf eine Renndistanz zusammengeschoben wurden, fehlten dem s
Luca Marini, der seine dritte Saison mit der RC213V in Angriff nimmt, räumte ein: «Wir haben 2025 so große Fortschritte gemacht, dass es nur schwer möglich ist, diese Steigerung auch jetzt noch zu halten. Wir haben jetzt wirklich ein sehr gutes Motorrad, aber auch das Bike hat noch seine Probleme, die wir kennen. In erster Instanz ist es die Aufgabe, noch mehr Grip zu erzeugen. Im Kleinen arbeiten wir daran jeden Tag, im Großen wird es aber noch eine Weile brauchen, bis wir das in den Griff bekommen.»
Mit Bezug auf den Italiener bei Honda HRC Castrol sorgte vor dem FP1 eine andere Information für Gesprächsstoff. Die spanischen Kollegen von AS vermuten einen Wechsel von Luca Marini ins Lager von Yamaha und sprachen Marini auf den möglichen Transfer zur Saison 2027 an. Wenig überraschend ging der Halbbruder von MotoGP-Legende Valentino Rossi nicht konkret auf den Wechsel ein. Stumm blieb Marini aber auch nicht: «Ich weiß von nichts – aber wenn es darum geht, ein Motorrad zu entwickeln, bin ich der Beste!»
Yamaha fehlt ein Entwicklungs-Ass als Stammpilot
Hintergrund der Vermutung: Mehr als offensichtlich befindet sich Yamaha-MotoGP dauerhaft in der Krise und die Entwicklungsbemühungen mit dem Schwenk zur V4-Antriebstechnik werden sich frühestens 2027 auszahlen. Abgesehen davon, dass Aushängeschild dann nach heutigem Wissensstand bereits zu Honda übergelaufen ist, benötigt die Mannschaft unter Technik-Chef Massimo Bartolini starke Entwicklungsfahrer.
Mit Augusto Fernandez und Urgestein Andrea Dovizioso ist Yamaha hier auf dem Papier auch gut aufgestellt. Doch um sich nachhaltig zurück an der Spitze zu etablieren, braucht es Spitzenentwickler als Stammfahrer. Marini wird deshalb ins Spiel gebracht, weil Wunschkandidat Francesco
Dass die Annäherung von beiden Seiten Sinn macht, zeigt ein Blick in das Honda-Lager. Dort sind bereits zwei der vier Positionen mit Zarco und Moreira (beide Honda LCR) besetzt. Mit Zarco ist die Rolle des schnellen Stammfahrers, der auch große Entwicklungskompetenzen hat, abgedeckt. Und davon ausgehend, dass Fabio Quartararo kommt, wird es eng für Luca Marini. Denn nach Einzelresultaten beurteilt hat Joan Mir nach zwei Podestplätzen 2025 die besseren Karten, seinen Platz zu verteidigen.
Ein weiterer weicher Faktor ist die nach wie vor intensive Verbindung von Valentino Rossi zu Yamaha Racing. Ohne Frage, «VR46» kennt sowohl die Profile von Yamaha als auch von Luca Marini bestens. Unterkommen könnte der Halbbruder womöglich auch erneut in Rossis eigenem Team – nicht aber mit einem Vertrag als Werksfahrer.
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