Glock und di Resta: Nicht schlecht für Ex-F1-Fahrer

Von Andreas Reiners
DTM
Timo Glock und Paul di Resta mit Augusto Farfus auf dem Podium

Timo Glock und Paul di Resta mit Augusto Farfus auf dem Podium

Formel-1-Fahrer haben sich in der DTM immer schwer getan. Nicht nur deshalb war der F1-Doppelsieg von Paul di Resta und Timo Glock auch ein wenig Genugtuung für die beiden.

Timo Glock musste noch etwas loswerden. Etwas, das ihn seit seinem Einstieg in die DTM beschäftigt. Nicht erst seit Glock wird den ehemaligen Formel-1-Fahrern nachgesagt, sie müssten in der DTM der Konkurrenz ja eigentlich um die Ohren fahren. Meist war allerdings das Gegenteil der Fall.

Nicht nur Glock hatte Anlaufschwierigkeiten, brauchte Zeit für die Anpassung an den Tourenwagen, Geduld mit den hohen Erwartungen. Zwei Siege hat er seit seinem Einstieg 2013 gefeiert, die Konstanz fehlte jedoch. Also das, was dann für regelmäßige Fahrten nach vorne den Unterschied ausmacht.

«Ich freue mich, dass wir Formel-1-Jungs, die sich etwas schwer mit dem Wechsel in die DTM tun, auf Platz eins und zwei stehen. Das ist nicht so schlecht für uns», sagte Glock nach seinem zweiten Platz im zweiten Rennen der Saison in Hockenheim. Da wusste er freilich noch nicht, dass er seinen zweiten Platz wenige Stunden später wieder los war. Glock wurde disqualifiziert.

Bei der technischen Nachuntersuchung an seinem BMW M4 DTM wurde ein Verstoß gegen Artikel 3.7 (Maßgenauigkeit des Konturverlaufs) des technischen Reglements festgestellt. Die Position des Heckdeckels an Glocks Fahrzeug entsprach nicht den Vorgaben. Was unter dem Strich die Performance nicht beeinträchtigte, Glocks Leistung deshalb auch nicht schmälerte.

Und schließlich stand ein anderer Ex-F1-Pilot ja noch ganz oben auf dem Podest. Paul di Resta bejubelte seinen ersten Sieg in der DTM nach über fünf Jahren, nachdem er 2010 Meister geworden und dann in die Formel 1 gewechselt war.

Auch er tat sich seit seiner Rückkehr in den DTM-Boliden 2014 schwer, die ersten beiden Jahre waren im Grunde zur Wiedereingewöhnung. 2014 wurde der Mercedes-Pilot 15., in der vergangenen Saison als Achter immerhin zweitbester Mercedes-Pilot hinter Champion Pascal Wehrlein, drei Podestplätze inklusive.

«Die Frage war, ob ich überhaupt noch einmal gewinnen würde. Wenn man aus der Formel 1 kommt, dann braucht man Zeit, um sich anzupassen. Man braucht Leute, mit denen man arbeiten kann, die einen verstehen», sagte der Schotte, der beim Saisonauftakt in Hockenheim auch seinen fünf Monate alten Sohn Leo als Glücksbringer dabei hatte.

Er hat inzwischen so langsam das Gefühl, ganz vorne mitfahren zu können. Dauerhaft. Der Anfang ist zumindest gemacht. Nach dem Sieg und Platz vier im ersten Rennen führt er die Gesamtwertung an.

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