Werksmotor ist für Bertl K Racing einfach zu teuer

Von Helmut Ohner
Endurance-WM
Die BMW S1000RR von Bertl K Racing wird gerade für Le Mans serviciert

Die BMW S1000RR von Bertl K Racing wird gerade für Le Mans serviciert

​ Von der Möglichkeit einen Werkmotor zu kaufen, muss das Bertl K Racing Team zum eigenen Bedauern Abstand nehmen. Der Preis ist für die kleine Privatmannschaft aus der Steiermark einfach nicht leistbar.

Vor dem dritten Lauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2019/2020 bestand für das Bertl K Racing Team bei BMW Motorrad einen Werksmotor kaufen, doch die Privatmannschaft kann sich diese Anschaffung einfach nicht leisten. «Es macht ja keinen Sinn, sich so ein Aggregat zu leisten und dann kein Geld mehr für die Verpflegung zu haben», skizziert Teamchef Herbert Kemmer die finanzielle Lage seines Teams.

«Der Preis von etwas unter 9.000 Euro war durchaus reizvoll, auch wenn es sich lediglich um einen verbesserten Serienmotor gehandelt hätte. Aber das würde für uns vollkommen reichen. BMW Motorrad hätte sogar gewährleistet, dass dieser Motor mindestens 5.000 Kilometer hält. Aber, was soll’s. Wir können uns das nicht leisten. Ansonsten müssten wir auf die Verpflegung verzichten. Jetzt baue ich halt wieder unsere Motoren für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans auf.»

Erstmals wird das Team beim französischen WM-Lauf neben den österreichischen Stammfahrern Nico Thöni, Patrick Dangl und Lukas Walchhütter mit dem Finnen Ville Valtonen, der bereits beim Acht-Stunden-Rennen in Sepang für den verletzten Dangl eingesprungen war, einsetzen. «Nach dem Rennen in Malaysia haben sich mehrere Fahrer bei uns angeboten. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich für Ville entschieden.»

Somit kommt es im Training zwischen dem Quartett zu einem beinharten Ausleseverfahren. «Die drei schnellsten Fahrer werden das Rennen bestreiten. Ich bin mir dessen bewusst, dass jeder einzelne mehr unter Druck stehen wird und es durchaus zu Stürzen führen kann. Aber das muss jeder Einzelne aushalten. Es hätte ja keinen Sinn, einen langsameren Piloten ins Rennen zu schicken und den schnelleren nur zusehen zu lassen.»

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