6h Shanghai: Vorletztes Duell für Porsche und Toyota

Von Martina Müller
FIA WEC
Beim achten Saisonlauf der Sportwagen-WM (FIA WEC) kämpfen Porsche und Toyota mit ihren LMP1-Hybrid-Rennern um den Gesamtsieg. In Shanghai könnten sich die Weissacher bereits vorzeitig beide WM-Titel sichern.

So langsam geht in der FIA WEC eine Epoche zu Ende. Nachdem Audi bereits im letzten Jahr seine LMP1-Hybrid-Renner aus dem Verkehr gezogen hatte, werden zum Ende der aktuellen Saison die Porsche 919 Hybrid ins Museum verschwinden. Somit bleibt aller Voraussicht nach nur noch Toyota als Werksteam in der großen Prototypen-Klasse übrig. Doch bevor beim letzten Lauf in Bahrain Mitte November die Abschiedsglocken läuten, hat Porsche am kommenden Wochenende (3. bis 5. November) noch eine Mission: Sowohl der Fahrer- wie auch der Marken-WM-Titel sollen vorzeitig eingefahren werden. «Nach drei Le-Mans-Gesamtsiegen in Folge wollen wir nach 2015 und 2016 auch wieder beide WM-Titel holen. Diese Krönung des LMP-Programms bleibt unser Ziel. Beim zurückliegenden Sechsstundenrennen in Japan hatten wir den ersten Matchball, konnten ihn aber nicht verwandeln. Stattdessen haben wir unter schwierigen Bedingungen etwas von unserem Punktevorsprung auf Toyota eingebüßt. In Shanghai haben wir die nächste Chance. Volle Konzentration bleibt oberstes Gebot», gibt Leiter-LMP1 Fritz Enzinger die Marschrichtung bei Porsche vor.

Die Situation ist eigentlich ganz einfach. In der Marken-WM liegt Porsche aktuell 58,5 Punkte vor Toyota. Sollten nach dem 6-Stunden-Rennen in Shanghai noch mindestens 44 Zähler davon übrig bleiben, kann gejubelt werden. Auch in der Fahrer-Weltmeisterschaft sieht es gut aus für die Weissacher. Timo Bernhard/Earl Bamber/Brendon Hartley haben 39 Punkte Vorsprung auf das Toyota-Duo Sébastien Buemi/Kazuki Nakajima. Würden diese Beiden zusammen mit Wagenpartner Anthony Davidson die Pole-Position holen und das Rennen gewinnen, so reicht den Porsche-Fahrern Rang drei im Rennen.

«Bei mir ist momentan einiges los, ich fühle mich richtig gut und super motiviert. Das Wichtigste ist, sich immer auf die unmittelbar nächste Aufgabe zu konzentrieren. In Shanghai wollen Earl, Timo und ich mit unserem Porsche 919 Hybrid die Fahrerweltmeisterschaft für uns entscheiden», blickt Hartley auf das FIA-WEC-Rennen voraus. Der Neuseeländer fährt aktuell auch für Toro Rosso in der Formel 1.

Trotz der fast aussichtslosen Lage im WM-Kampf will sich Toyota aber noch nicht ganz geschlagen geben. «Nach dem Doppelsieg in Fuji reisen wir alle mit einer sehr positiven Einstellung nach China und sind entschlossen, erneut um den Sieg zu kämpfen. Es wird wieder recht schwierig gegen Porsche werden, aber das gesamte Team ist hochmotiviert, die Saison mit weiteren Siegen abzuschließen», meint Kazuki Nakajima.

Zünglein an der Wagen könnten auch die jeweils zweiten Wagen der LMP1-Werksteams werden. So warten sowohl Neel Jani/André Lotterer/Nick Tandy (Porsche) wie auch Mike Conway/Kamui Kobayashi/José María López (Toyota) noch immer auf ihren ersten Saisonsieg. Vor allem dem Toyota-Trio werden gute Chancen bescheinigt, da WEC-Neuling López den 5,451 Kilometer langen 'Shanghai International Circuit' nicht neu erlernen muss. «Ich habe in Shanghai drei Mal in meiner Zeit in der WTCC gewonnen, also kommt mir die Streckenkenntnis gelegen, man kommt schneller zurecht und ist eher vorbereitet. Wir werden versuchen, konkurrenzfähig anzutreten, damit wir um den Sieg kämpfen können», so der Argentinier.

Hier nochmals die vorläufige Entrylist zum Rennen

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