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Von Armstrong bis zu den eigenen Kindern: Jonathan Reas Inspirationsquellen

Nach dem Abschied aus der Superbike-WM blickt Rekordweltmeister Jonathan Rea zurück – und verrät, welche Menschen ihn geprägt, motiviert und nie losgelassen haben.

Im Artikel erwähnt

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Als Jonathan Rea im Oktober 2025 seine Karriere als Stammfahrer der Superbike-WM beendete, schloss sich für den erfolgreichsten Fahrer der seriennahen Meisterschaft ein bedeutendes Kapitel. Der sechsfache Weltmeister, der später einen Vertrag als Testfahrer bei Honda unterschrieb, blickt heute mit Abstand und Dankbarkeit auf sein Leben im Rennsport zurück – und auf jene Menschen, die ihn auf diesem Weg nachhaltig inspiriert haben.

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Der wichtigste Einfluss kam von Beginn an aus der eigenen Familie. «Am Anfang war mein Vater eine große Inspiration, weil ich mit ihm aufgewachsen bin, während er Motorradrennen gefahren ist», erzählte Rea im Exklusiv-Interview mit SPEEDWEEK.com.

Schon als Kleinkind habe er die emotionale Welt des Rennsports aufgesogen: «Ich habe gesehen, wie er zum Beispiel bei einem guten Ergebnis überglücklich war. Und wenn ein Rennen nicht nach Plan lief, war er traurig. Es war inspirierend, diese Emotionen des Rennsports zu sehen.» Diese Eindrücke prägten ihn früh. «Ich habe alles an seinem Racing geliebt, und das hat mich dazu inspiriert, selbst anzufangen. Da war ich zwei, drei, vier, fünf Jahre alt.»

Die Erinnerung an seine ersten Schritte ist bis heute lebendig: «Mit fünf Jahren weiß ich noch, wie ich meinem Vater beim Rennen zugeschaut habe, und mit sechs habe ich dann selbst angefangen zu fahren.»

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Große Begeisterung für die Geschichte von Lance Armstrong

Doch Reas Inspirationsquellen reichten stets über den Motorsport hinaus. «Die inspirierendsten Menschen sind manchmal gar nicht im Sport, sondern außerhalb», erklärte er. Besonders die Geschichte von Lance Armstrong habe ihn tief bewegt. «Okay, natürlich wurde er später überführt und bestraft, weil er die Regeln gebrochen hat, aber ich habe sein Buch gelesen und fand es unglaublich inspirierend.»

Vor allem der Umgang mit extremen Rückschlägen habe Eindruck hinterlassen. «Nach einer Krebsdiagnose und der Behandlung zurückzukommen und wieder Rennen zu fahren – das war immer die Geschichte vom Niemals-Aufgeben, selbst in den härtesten Momenten.»

Motivation heute: Welche Rolle die eigenen Kinder spielen

Heute jedoch haben sich Reas Prioritäten verschoben. Die größte Inspiration findet er inzwischen im eigenen Zuhause. «Meine Kinder inspirieren mich sehr, weil sie so motiviert in ihrem Sport und im Fußball sind», sagte der Nordire. «Sie sind charakterstark und sie bringen mich dazu, ein besserer Mensch sein, ein Vorbild für sie zu sein. Das ist wahrscheinlich meine größte Inspiration.»

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Ob aus dem Fußballhobby einmal eine Profikarriere entsteht, lässt Rea bewusst offen. «Im Moment sind sie in einer der besten Akademien, also ihre Entwicklung ist gut. Sie spielen mit sehr guten Kindern.» Gleichzeitig relativierte er die Chancen: «Im Fußball will jedes Kind in jeder Straße Messi oder Cristiano Ronaldo sein. Deshalb ist es sehr schwierig zu sagen, ob sie wirklich eine Karriere im Fußball machen werden. Aber im Moment haben sie Spaß daran, und für mich ist es auch sehr schön.»

Dass seine Kinder nicht dem Weg des Motorradrennsports folgen, empfindet Rea keineswegs als Verlust. «Ich bin nicht traurig», betonte er. «Ehrlich gesagt bin ich jetzt schon müde von diesem Sport mit 13 Rennwochenenden pro Jahr – das ist selbst für mich hart.»

Die Vorstellung, nach seiner eigenen Karriere jedes Wochenende erneut an Rennstrecken zu verbringen, habe ihn nicht gereizt. «Ich liebe Motorräder, aber die Vorstellung, dass ich nach meiner eigenen Rennkarriere jedes einzelne Wochenende wieder bei Motorradrennen, Motocross oder Straßenrennen dabei sein müsste, war nicht besonders reizvoll.» Fußball eröffne ihm hingegen eine neue Welt. «Es ist auch für mich etwas Neues, worauf ich mich freuen kann. Deshalb genieße ich das viel mehr.»

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Was ihn in der Superbike-WM 2019 motivierte

Auch sportlich blickt Rea ohne Bitterkeit zurück. Auf die Frage, ob ihn die Widerstandsfähigkeit Armstrongs während der schwierigen Saison 2019 gegen Alvaro Bautista inspiriert habe, antwortet er offen: «Nicht wirklich, nein.» Entscheidend sei vielmehr der Zusammenhalt im Team gewesen.

«2019 war die Mentalität leicht aufrechtzuerhalten, weil mein Team einfach unglaublich arbeitete. Vom Management bis zu meinem Crewchief – wir waren so eng zusammengeschweißt. Alvaro kam aus der Grand-Prix-Welt, er ist ein guter Fahrer, und sie haben eine unglaubliche V4-Ducati gebaut, die extrem schnell war.»

Nach klaren Niederlagen sei der Glaube dennoch geblieben. «Dann sah man erste Fehler, wir arbeiteten weiter, pushten weiter, und plötzlich – ja – drehte sich die Saison um 180 Grad.» Für Rea bleibt dieses Jahr unvergessen: «Den finalen Teil der Saison habe ich dominiert. Das war eine magische Saison.»

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