MotoGP-Talente von morgen: Ducati investiert in junge Ingenieure
Der dritte MotoStudent-Sieg in Folge für UniBo Motorsport zeigt: Ducatis Engagement in der Ausbildung trägt Früchte – und sichert dem Hersteller langfristig technisches Know-how.
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Während sich Ducati im internationalen Motorradrennsport seit Jahren an der Spitze behauptet, richtet der Hersteller aus Borgo Panigale den Blick auch auf eine weniger sichtbare, aber strategisch wichtige Ebene: die Ausbildung des technischen Nachwuchses. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der erneute Erfolg des UniBo Motorsport Teams der Universität Bologna, das zum dritten Mal in Folge die MotoStudent International Competition gewann.
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Der alle zwei Jahre ausgetragene Wettbewerb brachte 2025 insgesamt 42 Hochschulteams aus aller Welt nach MotorLand Aragon. Dort setzte sich das Team aus Bologna mit dem Elektro-Prototyp Vega#88 durch, der in Zusammenarbeit mit Ducati-Ingenieuren entwickelt und von Testfahrer Alessio Aldrovandi bewegt wurde. Der Sieg ist das Ergebnis eines rund zweijährigen Entwicklungsprozesses, der weit über klassische Studieninhalte hinausgeht. Die MotoStudent gilt als praxisnahes Ausbildungsformat, bei dem Studierende nicht nur konstruieren, sondern auch Projektplanung, Kostenkontrolle, Tests und Präsentation verantworten müssen. Genau dieser ganzheitliche Ansatz ist ein Grund, warum sich Industriepartner wie Ducati seit Jahren engagieren. Für den Hersteller ist das Projekt Teil der Aktivitäten der Fondazione Ducati, die seit 2006 Bildungsprogramme an der Schnittstelle zwischen Hochschule und Industrie unterstützt.
Ducati-CEO Claudio Domenicali betonte anlässlich einer Veranstaltung in Bologna, dass aus dieser Zusammenarbeit inzwischen zahlreiche Berufseinstiege bei Ducati hervorgegangen seien. Damit wird die MotoStudent auch zu einem Instrument der Nachwuchsrekrutierung – insbesondere in einer Region, in der hochqualifizierte Ingenieure zunehmend gefragt sind.
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Auch aus universitärer Sicht hat das Projekt Bedeutung. Rektor Giovanni Molari sieht in der Kooperation ein Beispiel dafür, wie akademische Ausbildung durch industrielle Praxis ergänzt werden kann. Für die Studierenden entstehe so ein realistisches Bild moderner Entwicklungsprozesse im Motorsport und in der Fahrzeugtechnik.
UniBo Motorsport ist dabei nur ein Baustein in einem größeren Ausbildungsnetzwerk, an dem Ducati beteiligt ist – darunter Programme wie «Fisica in Moto», duale Ausbildungssysteme oder internationale Ingenieursstudiengänge im Rahmen der Motor Valley University. Ziel ist es, technisches Know-how langfristig in der Region zu halten und weiterzuentwickeln. Der dritte MotoStudent-Titel in Folge ist somit weniger ein sportlicher Erfolg im klassischen Sinne, sondern vor allem ein Indikator dafür, dass kontinuierliche Nachwuchsarbeit Wirkung zeigt – ein Faktor, der für die Zukunft des Rennsports ebenso entscheidend ist wie für die Serienentwicklung.
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