6h Bahrain: Wer holt den Fahrer-WM-Titel in der GTE?

Von Martina Müller
FIA WEC
Ferrari, Porsche und Ford schicken jeweils ein Piloten-Duo in den Kampf um den WM-Titel bei den GTE-Fahrern. Darauf können Sie beim Saisonfinale der Sportwagen-WM (FIA WEC) achten und mitfiebern.

Am kommenden Samstag (18. November) geht in Bahrain die Saison der FIA WEC zu Ende. Während bei den Prototypen in Bezug auf die beiden WM-Titel die Messe bereits gelesen ist, steht in der GTE-Kategorie nochmals ein spannender Ritt an. In diesem Jahr hat die GTE übrigens erstmals überhaupt ein WM-Prädikat erhalten. Bis einschließlich 2016 ging es bei den 'seriennahen' Wagen lediglich um eine 'Trophy'. Sowohl die Hersteller-Wertung wie auch die Fahrer-Wertung wurden ab 2017 als Weltmeisterschaft von der FIA berücksichtigt. Die GTE-Pro-Team-Wertung hingegen besitzt weiterhin den Trophy-Status.

In der GTE-Hersteller-WM hat sich Ferrari bereits beim letzten Rennen in Shanghai durchgesetzt. Mit schon insgesamt 261 eingefahrenen Punkten ist die italienische Marke nicht mehr von der Spitze der Tabelle zu vertreiben. Ford liegt hier aktuell mit 212,5 Zählern auf dem Silberrang. Dahinter platzieren sich Porsche (211) und Aston Martin (193 Punkte).

Völlig offen ist dagegen noch der WM-Titel bei den GTE-Fahrern. Die beste Ausgangssituation besitzen die aktuellen Tabellenführer James Calado/Alessandro Pier Guidi. Das Ferrari-Duo kommt auf 135 Punkte. Drei Siege (Nürburgring, Austin und Fuji) sowie zwei zweite Plätze (Silverstone und Spa-Francorchamps) untermauern die ausgezeichnete Verfassung der beiden Piloten in dieser Saison. «Ich kann es gar nicht abwarten, in Bahrain auf die Strecke zu gehen und zu versuchen, den Fahrer-WM-Titel einzufahren. Das würde eine Saison, die sowieso schon eine zum Erinnern ist, unvergesslich machen», blickt Calado auf das Wochenende am persischen Golf voraus.

Ein Porsche-Gespann befindet sich in Lauerstellung. Richard Lietz und Frédéric Makowiecki liegen nur lediglich zwei Punkte in der WM-Wertung zurück. Ungewöhnlich dabei ist, dass sie tatsächlich noch keinen einzigen Sieg in dieser Saison einfahren konnten. Am Nürburgring, in Fuji und Shanghai waren sie Zweiter. «Das war bisher eine sehr harte erste Saison mit unserem neuen 911 RSR. Und auch das Finale in Bahrain wird nicht einfach werden. Für uns geht es in diesem Saisonfinale um die Weltmeisterschaft, das erhöht den Druck. Doch damit können wir umgehen. In Shanghai haben uns nur elf Sekunden zum Sieg gefehlt. Das motiviert uns noch mehr für Bahrain, wo wir gute Chancen haben, zu gewinnen und damit für Porsche den Titel zu holen», will Makowiecki am Ende jubeln.

In Bezug auf die beiden genannten Duos ist die Rechnung ganz einfach. Mit einem eigenen Klassensieg spielt es überhaupt keine Rolle, auf welcher Position das jeweilige Rivalen-Auto ins Ziel käme. Der Klassensieg ist in diesem Fall somit gleichbedeutend mit dem WM-Titel.

Leicht anders sieht es für die beiden Ford-Piloten Andy Priaulx und Harry Tincknell aus. Die schnellen Briten liegen in der Tabelle 7,5 Zähler zurück. Sie müssten zunächst die Pole-Position in der Klasse einfahren (die mit einem WM-Punkt belohnt wird), damit ein Klassensieg beide mit dem WM-Titel krönen würde. «Wir haben dieses Jahr immer von Rennen zu Rennen geschaut, egal ob wir eine Chance auf den Sieg hatten oder nicht. Wir müssen einfach die gleiche, entspannte Haltung beibehalten. Es liegt jetzt alles in unseren Händen», so Tincknell, der zusammen mit Andy Priaulx in Silverstone und Shanghai gewonnen hatte.

Hier nochmals die Tabellenstände der GTE-Fahrer-WM zur Übersicht.


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