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Cole Davies (Yamaha) gewinnt Triple Crown Event in Indianapolis
Mit einem 2-4-1-Ergebnis gewann HRC-Werksfahrer Hunter Lawrence das Triple Crown-Event von Indianapolis und baute seine Tabellenführung aus. Ken Roczen flog im zweiten Finale heftig ab.
9. Lauf der US-Supercross-Meisterschaften im Lucas Oil Stadium von Indianapolis im Triple Crown-Format. Red Bull KTM-Werksfahrer Eli Tomac war mit einer Rundenzeit von 45,434 Sekunden der schnellste Qualifier vor Justin Cooper (Yamaha) und Tabellenführer Hunter Lawrence (Honda). Ken Roczen qualifizierte sich mit nur 0,36 Sekunden Rückstand auf Platz 6.
Jorge Prado (KTM), der nach seiner in Seattle zugezogenen Schulterverletzung in den Wettbewerb zurückkehrte, zog im ersten Rennen den Holeshot und duellierte sich zunächst mit Cooper Webb (Yamaha) im Kampf um die Führungsposition. Ken Roczen startete hinter Webb, Prado und Cooper auf Rang 4 und setzte sich zunächst mit beeindruckendem Speed im Waschbrett gegen Cooper und später auch gegen Prado durch. Seinen Vorteil in den Whoops nutzte Ken auch, um Cooper Webb zu überholen und die Spitze zu übernehmen. Ken Roczen gewann das erste Finale souverän mit einem Vorsprung von 5,4 Sekunden vor Hunter Lawrence, Eli Tomac und Cooper Webb.
Eli Tomac (KTM) zog den Holeshot zum zweiten Finale, doch diesmal war es der gut aufgelegte Justin Cooper (Yamaha), der die frühe Führung in diesem Rennen übernahm. Ken Roczen startete im Bereich der Top-6, kam in der ersten Runde am Table der On-Off-Sektion quer, verlor seinen Schwung und konnte den nachfolgenden Dreifachsprung nur doppelt nehmen. Von hinten kam schon Aaron Plessinger (KTM) angeflogen, der die Passage als Dreifachsprung überquerte, während Roczen am dritten Hügel gerade absprang. Plessinger krachte mit seinem Oberkörper voll gegen Roczens Hinterrad, sodass dem Deutschen das Motorrad unter den Füßen weggeschleudert wurde. Roczen und Plessinger gingen zu Boden. Plessinger schien sich an Armen und Händen verletzt zu haben und musste das Rennen aufgeben. Roczen konnte sich vor der nachfolgenden Fahrermeute gerade noch in Sicherheit bringen, konnte aber nach dem Crash das Rennen vom Ende des Feldes wieder aufnehmen. Der Thüringer konnte danach bis auf Platz 10 nach vorne fahren, was nach diesem Zwischenfall mehr als nur Schadensbegrenzung war.
Der Zwischenfall von Roczen und Plessinger erinnerte in seinem Ablauf an den Crash von Stewart und Barcia in Anaheim, bei dem sich Barcia eine Rückenverletzung zugezogen hatte. Zum Glück zog sich Plessinger keine schweren Verletzungen zu. «Mein Arm hat von Kennys Hinterrad heftige Prellungen abbekommen, aber zum Glück ist nichts gebrochen. Wir haben jetzt ein freies Wochenende, sodass ich die Verletzung hoffentlich auskurieren kann», erklärte Plessinger nach dem Rennen.
«Mein Arm hat von Kennys Hinterrad heftige Prellungen abbekommen.»Aaron Plessinger
Das zweite Finale war geprägt vom Duell zwischen Justin Cooper (Yamaha) und Eli Tomac (KTM). Nach 5 Runden hatte Eli Tomac die Führung übernommen, aber Justin Cooper konnte sich in der neunten Runde mit einem sauber eingefädeltem Blockpass gegen Tomac durchsetzen und seinen ersten Sieg im Supercross der 450er-Klasse feiern. Eli Tomac hatte im Ziel auf Platz 2 einen Rückstand von 3,5 Sekunden. Es folgten Lawrence, Savatgy und Prado. Hunter Lawrence kollidierte mit dem überrundeten Cole Thomson und verlor am Ende seinen dritten Rang an Cooper Webb.
Das dritte Finale wurde zur klaren Angelegenheit von Hunter Lawrence, der den Holeshot zog und mit einem Start-Ziel-Sieg vor Eli Tomac und Ken Roczen gewann. Mit einem 2-4-1-Ergebnis wurde Hunter Lawrence Tagessieger von Indianapolis vor Eli Tomac (3-2-2) und Cooper Webb (4-3-4). Ken Roczen wurde mit einem 1-10-3-Resultat Fünfter der Gesamtwertung.
Mit seinem zweiten Saisonerfolg konnte sich Hunter Lawrence nach 9 von 17 Läufen an der Tabellenspitze wieder leicht absetzen und führt nun mit einem Vorsprung von 4 Punkten vor Eli Tomac. Cooper Webb ist neuer Dritter vor Ken Roczen, dessen Rückstand zur Tabellenspitze in Indianapolis von 20 auf 28 Punkte angewachsen ist. Auch wenn dieses Ergebnis mit Blick auf die Meisterschaft für den Thüringer kein guter Ausgang war, sein Crash im zweiten Finale hätte weitaus gravierendere Folgen haben können.
Die US-Protagonisten haben jetzt ein Wochenende frei, bevor es in Birmingham mit der 10. Meisterschaftsrunde weitergeht.
Hunter Lawrence (AUS), 2-4-1
Eli Tomac (USA), 3-2-2
Cooper Webb (USA), 4-3-4
Justin Cooper (USA), 5-1-5
Ken Roczen (D), 1-10-3
Jorge Prado (E), 6-6-6
Malcolm Stewart (USA), 9-7-7
Christian Craig (USA), 10-8-10
Joey Savatgy (USA), 7-5-19
Shane McElrath (USA), 12-11-9
Jordon Smith (USA), 11-14-8
DNS: Dylan Ferrandis (F), Ducati
DNS: Jason Anderson (USA), Suzuki
DNS: Chase Sexton (USA), Kawasaki
DNS: RJ Hampshire (USA), Husqvarna
DNS: Justin Barcia (USA), Ducati
Hunter Lawrence (AUS), Honda, 196
Eli Tomac (USA), KTM, 192 (-4)
Cooper Webb (USA), Yamaha, 171 (-25)
Ken Roczen (D), Suzuki, 168 (-28)
Justin Cooper (USA), Yamaha, 140 (-56)
Joey Savatgy (USA), Honda, 125 (-71)
Chase Sexton (USA), Kawasaki, 122 (-74)
Aaron Plessinger (USA), KTM, 98 (-98)
Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, 90 (-106)
Jorge Prado (E), KTM, 89 (-107)
Dylan Ferrandis (F), Ducati, 87 (-109)
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