Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

  1. Start
  2. /

  3. Le Mans
  4. /

  5. FIA WEC
  6. /

  7. Kolumne

Werbung

FIA WECKolumne

Nun komplettes Durcheinander bei neuen LMP1-Regeln

Im Rahmen der 1000 Meilen von Sebring gaben die Protagonisten weitere Details zum neuen LMP1-Reglement bekannt. Letztendlich ist ab 2020 in der Top-Klasse der FIA WEC eigentlich fast alles erlaubt, was vier Räder hat.

Werbung

Werbung

So stellte sich die FIA WEC einen Aston Martin nach den im Dezember verabschiedeten Regeln vor
So stellte sich die FIA WEC einen Aston Martin nach den im Dezember verabschiedeten Regeln vor
Foto: FIA WEC
So stellte sich die FIA WEC einen Aston Martin nach den im Dezember verabschiedeten Regeln vor
© FIA WEC

Monatelang debattierten die Regelhüter von FIA und ACO mit einer Handvoll Herstellern, um die neuen Regeln der LMP1-Nachfolgeklasse auf den Weg zu bringen. Das (einigermaßen) fertige Produkt wurde vom FIA-Weltrat im Dezember verabschiedet und sah Prototypen vor, die sich aufgrund sehr eng gestrickter Parameter (Aerodynamik, Schwerpunkt, etc.) innerhalb eines kleinen Performance-Korridors bewegt hätten. Damit wäre für spannende und technisch vergleichbare Rennen gesorgt gewesen. Außer Toyota zeigte jedoch kaum ein Hersteller wirkliches Interesse am Bau eines solchen Fahrzeuges.

Werbung

Werbung

Somit ließen sich die Regelhüter von Aston Martin, McLaren und Ferrari überreden, zusätzlich auch Ableitungen von Straßenautos in der großen Klasse zuzulassen. Diese basieren natürlich auf komplett anderen Grundlagen und müssen folglich auch über eine BoP (Balance of Performance) an die Prototypen angepasst werden. Bei der Sitzung des Weltrats Anfang März wurde diese Weichspülung des Reglements bereits fest beschlossen.

In Sebring sickerte jetzt durch, dass die Boliden aus der (noch immer namenlosen) zukünftigen großen WEC-Klasse nun auch nicht einmal mehr mit einem Hybrid-System ausgestattet sein müssen. Darüber hinaus werden die aktuellen privaten LMP1 noch bis mindestens 2021 startberechtigt blieben. Und nicht zuletzt deuteten die Regelhüter auch an, sogar die nächste Generation der amerikanischen DPi (Daytona Prototype international) mitfahren zu lassen.

Damit ist das Durcheinander perfekt. Letzten Endes kann ein Hersteller nun so ziemlich alles in Le Mans und der Sportwagen-WM an den Start bringen, was er möchte. Diese Situation ist mit einer Kapitulation der Regelmacher zu bewerten. Das über Monate ausgearbeitete Regelbuch ist somit gescheitert. "Bau was du willst und wir nehmen es mit rein", ist also das neue Motto.

Werbung

Werbung

Unterschiedlichste Fahrzeuge müssen ab 2020 als Folge unter einen Hut gebracht werden. Ob das auch nur ansatzweise gelingen kann, ist mehr als fraglich. Die Gesamtsieg-Klasse wird somit zu einem bunten Treiben verkommen, bei dem derjenige gewinnt, der politisch die beste Einstufung für sein eigenes Fahrzeug durchboxt. Ob er tatsächlich das beste Auto gebaut hat, besitzt dann keine Relevanz mehr.

Diese Situation könnte zunächst einen Anstieg des Interesses der Hersteller mit sich bringen. Jedoch stellt sich die Frage, wie nachhaltig sich das Ganze auf das Gesamtkonzept des Sportwagen-Sports auswirkt.

Die Gefahr ist darüber hinaus sehr groß, dass die neue offene Prototypen-Welt zudem auch noch die GTE-Kategorie kannibalisiert. Denn warum sollte ein Hersteller zukünftig noch einen Rennwagen nach den strengen GTE-Regeln bauen, wenn er bei vergleichbaren Kosten auch um den Gesamtsieg fahren kann? Ein GTE-Engagement dem Vorstand zu verkaufen, wird einem Sportchef kaum noch gelingen.

Es stellt sich die Frage: Wurden die letzten Entscheidungen wirklich bis zu Ende gedacht oder handelte es sich um aktionistische Verzweiflungstaten? Selten haben sich die Regelhüter in der Geschichte des Motorsports so schwach gezeigt. Durch die offensichtliche Konzeptlosigkeit haben sie ihre gesamte Plattform ins Wanken gebracht.

Werbung

Werbung

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


Themen

Aktueller Stand

Voller Stand
  1. Fahrer

  2. Teams

  3. Konstrukteure

2026202520242023

Pos

Fahrer

Punkte

1

Riccardo Pera

30

1

Richard Lietz

30

1

Yasser Shahin

30

2

Antares Au

26

2

Marvin Kirchhöfer

26

2

Thomas Fleming

26

3

Anthony McIntosh

25

3

Daniel Harper

25

3

Parker Thompson

25

4

Blake McDonald

22

Events

Alle FIA WEC Events
  • Vergangen

    6 Hours of Imola

    Autodromo Enzo e Dino Ferrari, Italien
    17.–19.04.2026
  • Vergangen

    Total Energies 6 Hours of Spa-Francorchamps

    Circuit de Spa-Francorchamps, Belgien
    07.–09.05.2026
  • 24 Hours of Le Mans

    Le Mans, Frankreich
    10.–13.06.2026
  • Rolex 6 Hours of Sao Paulo

    Autodromo Jose Carlos Pace, Brasilien
    10.–12.07.2026
  • Lone Star Le Mans

    Circuit of the Americas, USA
    04.–06.09.2026
  1. Vergangen

    6 Hours of Imola

    Autodromo Enzo e Dino Ferrari, Italien
    17.–19.04.2026
  2. Vergangen

    Total Energies 6 Hours of Spa-Francorchamps

    Circuit de Spa-Francorchamps, Belgien
    07.–09.05.2026
  3. 24 Hours of Le Mans

    Le Mans, Frankreich
    10.–13.06.2026
  4. Rolex 6 Hours of Sao Paulo

    Autodromo Jose Carlos Pace, Brasilien
    10.–12.07.2026
  5. Lone Star Le Mans

    Circuit of the Americas, USA
    04.–06.09.2026

Le Mans News

Alle News

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.

    Berichte & Analysen

    Redaktion

    Serien