Fuji: Toyota gewinnt Quali-Duell gegen Porsche

Von Oliver Runschke
FIA WEC
Pole für Toyota beim Heimspiel in Japan

Pole für Toyota beim Heimspiel in Japan

Anthony Davidson und Sébastien Buemi schlagen im Toyota im spannenden Duell das Porsche-Duo Timo Bernard und Mark Webber. Aston Martin unschlagbar in beiden GT-Klassen.

Spannender Schlagabtausch im Qualifying in Fuji: Der Toyota von Anthony Davidson/Sébastien Buemi und der Porsche von Timo Bernhard/Mark Webber lieferten sich ein spannendes Duell um die Pole. Webber zeigte dabei in Japan eine seiner bisher besten Leistungen nach dem Umstieg in einen LMP1-Sportwagen und verpasste die Pole Position am Ende nur nach einer Schlussattacke von Buemi. Im Qualifying wechselte die Spitze mehrfach zwischen Porsche und Toyota und es sah bis sieben Minuten vor dem Ende nach einer Pole für Porsche aus, als das Qualifying kurz unterbrochen wurde, da beide Rebellion R-One-Toyota auf der Poste in Schwierigkeiten gerieten. Nach dem Restart machte Buemi dann die entscheidenden Zehntel auf Webber gut und sicherte sich und Davidson die Pole mit einem Vorsprung von 0,043 Sekunden im Mittel der schnellsten vier Runden. In der FIA WEC wird die Startaufstellung nach dem Durchschnitt der beiden schnellsten Runden von je zwei Fahrern ermittelt.

Die zweite Reihe teilen sich der Porsche 919 Hybrid von Lieb/Jani/Dumas und der Toyota TS040 von Wurz/Sarrazin/Nakajima. Die Audi R18 e-tron quattro spielten im Qualifying keine Rolle. Bereits nach den ersten beiden schnellsten Runden fehlten Tom Kristensen 1,4 Sekunden im Schnitt, Ben Treluyer sogar 1,8 Sekunden. Lotterer und Duval reduzierten dann den Rückstand auf 1,2 Sekunden und landeten auf den Startplätzen fünf und sechs, doch die Lücke zu den vier Toyota und Porsche, die an der Spitze innerhalb von 0,5 Sekunden liegen, ist gross.

Bei den LMP2 ging die Pole zum zweiten Mal in Folge an den Ligier-Nissan von G-Drive/Oak Racing mit Pla/Rusinov/Canal. Das G-Drive-Trio bekam allerdings harte Konkurrenz durch den Morgan-Judd von Oak. Alex Brundle lag im Morgan im ersten Segment mit den beiden schnellsten Zeiten an der Spitze, doch im zweiten Durchgang hatte Gustavo Yacaman bei seinem WM-Debüt kein Mittel gegen Olivier Pla, der für die Pole des Ligier sorgte.

Das GTE-Quailfying endete mit einer handfesten Überraschung und einer Aston-Martin-Dominanz. Im Vantage GTE holten sich nicht die Aston-Martin-Speerspitze Stefan Mücke/Darren Turner den ersten Startplatz, sondern Fernando Rees/Alex MacDowall im Schwesterauto. Rees legte gleich zu Beginn zwei fanatische Runden hin, die die Basis zu seiner ersten Pole bildeten. Mücke/Tuner mussten mit Startplatz zwei zufrieden geben, dahinter folgt der schnellste Porsche 911 RSR mit Pilet/Makowiecki und die beiden Ferrari 458 Italia von Calado/Rigon und Vilander/Bruni.

Die GT-Amateuerklasse wurde auch zur deutlich Beute von Aston Martin Racing. Hier waren es Christoffer Nygaard und Pedro Lamy, die sich im Aston Martin Vantage vor dem Ferrari-Duo Rugolo/Bertolini den Zusatzpunkt für die Pole holten. Die Tabellenführer Poulsen/Heinemeier Hansson/Thiim starten in ihren Aston Martin als Dritte. 

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