Dritter Triumph in Folge für Porsche 963 bei den 24h Daytona
Porsche hat mit dem 963 nach 2024 und 2025 zum dritten Mal die legendären 24 Stunden von Daytona gewonnen. WEC-Modelle von Cadillac und BMW runden das Podium beim Klassiker in Florida ab.
Die 24h Daytona sind der alljährliche Saisonauftakt der amerikanischen IMSA-Serie – und wie in der FIA WEC fahren die Hypercars um den Gesamtsieg (nur dass die Klasse in Amerika GTP genannt wird). Mit Aston Martin, BMW und Cadillac treten drei Marken sowohl in WEC als auch der IMSA an. Porsche und Acura sind (derzeit) nur in der IMSA unterwegs. Der Sieg in Daytona ging an Porsche mit dem 963 von Julien Andlauer, Felipe Nasr und Laurin Heinrich. Damit gelang den Schwaben Historisches, denn nach 2024 und 2025 siegten sie zum dritten Mal in Folge in Daytona.
«Dreimal hintereinander Sieger in Daytona – von so etwas träumt jeder», so Thomas Laudenbach (Leiter Porsche Motorsport). «Das Rennen verlief hoch spannend. Dieser Wettbewerb und diese Begeisterung treiben uns bei Porsche auf den Rennstrecken der Welt an.» Tatsächlich dominierte Porsche weite Teile des Rennens. Schon direkt nach dem Start setzten sich die beiden Werks-963 an die Spitze des Feldes und fuhren der Konkurrenz auf und davon.
In der Nacht gab es dann eine über sechseinhalb Stunden andauernde Gelbphase, da sich Nebel rund um das Daytona International Speedway breit machte. Zum Rennende hin fiel der 963 von Kévin Estre, Laurens Vanthoor und Matt Campbell etwas zurück, da nach einer Kollision mit einem Mitbewerber (in der Anfangsphase) ein Schaden am Auto entstand, den das Team nicht vollständig reparieren konnte. So gab es am Ende Platz vier.
Um den Sieg kämpften in den letzten Minuten Porsche-Pilot Felipe Nasr und Jack Aitken, der sich einen Cadillac V-Series.R mit Earl Bamber, Frederik Vesti und Connor Zilisch teilte. Doch Nasr behielt souverän die Oberhand und triumphierte zusammen mit Andlauer und Heinrich. Für den Deutschen Heinrich war es erst der zweite Einsatz im Porsche 963 nachdem er 2025 das WEC-Finale in Bahrain bestritten hatte (2025 trat der Porsche 963 bekanntlich noch in der WEC an).
BMW mit Platz drei und GTD-PRO-Triumph
Das Podium komplettierte der BMW M Hybrid V8 von Dries Vanthoor, Sheldon van der Linde, Robin Frijns und René Rast. «Ich bin sehr, sehr glücklich. Das ist eines der überraschendsten Podien meiner Karriere. Ich glaube, niemand hat vor dem Rennen erwartet, dass wir um den Sieg kämpfen können. Alle waren ein bisschen unzufrieden wegen der Pace, die das Auto hatte – aber wir wussten, dass das Team im Rennen unheimlich stark ist. Wir haben alle Strategieoptionen, die wir für das Rennen gebraucht haben, vorbereitet, und es hat sich für uns perfekt ausgezahlt», meinte van der Linde nach dem Rennen.
Erstmals setzte das aus der WEC bekannte belgische Einsatzteam WRT den BMW-Prototypen in der IMSA-Serie ein. Bei BMW gab es weiteren Grund zur Freude: Connor de Phillippi, Neil Verhagen, Max Hesse und Dan Harper gewannen im M4 GT3 Evo von Paul Miller Racing in der GTD-PRO-Klasse von Daytona.
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