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Bahrain: Rätsel um mysteriöse Audi-Schäden

Der Grund für die drei defekten Audi-Chassis in Bahrain ist noch unklar. Für das Rennen modifiziert Audi die Unterböden der R18 e-tron quattro.

FIA WEC

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Zwei Tage Training in Bahrain, drei Chassis aufgebraucht: Die Halbwertszeit der Monocoques des Audi R18 e-tron quattro sorgt in Bahrain für Verwunderung. Audi baute in Bahrain vor dem Rennwochende bekanntlich zwei neue R18 auf, nachdem Schäden an den Sicherheitszellen nach dem Rennen in Shanghai festgestellt wurden. Das neue Monocoque der Startnummer #1 (Kristensen/Duval/Di Grassi) hielt am Donnerstag gerade einmal zwei freie Trainings oder drei Stunden, bevor das Audi Team Joest am dritten Tag in Folge nach einem weiteren Schaden einen neuen LMP1 aufbauen musste.

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Das Fahrerlager rätselt über de Audi-Defekte. "Bahrain ist eine Formel-1-Strecke, wie auch Shanghai, mit flachen Kerbs, da muten die Defekte merkwürdig an", wunderte sich nicht zuletzt Porsche-Werksfahrer Neel Jani, der bisher schnellste Mann an diesem Wochenende in Bahrain. "Wären solche Schäden in Austin auftreten, würde es plausibler sein, denn dort gibt es Randsteine und Streckenbegrenzungen, von denen man sich fern halten muss."

Audi selbst bringt etwas mehr Licht in die Sache. Das Problem sind offenbar die sehr flachen Kerbs in Bahrain und zuletzt in Shanghai und die asphaltierten Auslaufzonen dahinter. Die Fahrer nutzen jeden Zentimeter Asphalt, wer schnell sein will lässt sich über die Randsteine raustragen soweit es erlaubt ist und genau darin scheint die Krux zu liegen. Beim Räubern über die Kerbs nehmen die LMP1-Piloten die Randsteine mittig zwischen die Räder, dabei schlagen die Kerns offenbar gegen den Audi-Unterboden und schlagen auf das Chassis durch.

Für das Rennen hat Audi nun die Befestigung der Unterböden an den beiden R18 modifiziert und hofft, damit das Problem vorerst abgestellt zu haben. Bereits vor Le Mans musste Audi beim Thema Unterboden des R18 nachbessern. Kann so ein Schaden auch bei der LMP1-Konkurrenz von Porsche oder Toyota auftreten. "Unser Auto liegt viel zu hoch, als das dies ein Problem für uns sein könnte", witzelt Jani. "Wir haben solche Probleme bisher noch nicht gehabt", sagt Toyota-Technikchef Pascal Vasselon. "Die Gefahr besteht aber natürlich, dass man das Auto beschädigt, wenn man einen Kerb unglücklich erwischt. Drei Chassis in Folge zu beschädigen ist allerdings auch für mich ein Rätsel. Da wir natürlich nicht genau wissen, was bei Audi passiert ist, haben wir unsere Fahrer schon angewiesen, vorsichtig zu sein."

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Haben die Audi-Fahrer Abweisung erhalten, im Rennen vorsichtig zu agieren? "Wir kämpfen hier um die theoretische Chance den Titel in der Markenwertung zu verteidigen, in dieser Situation werden wir unseren Fahrer sicher nicht anweisen, das Tempo zu reduzieren", winkt Audi-LMP1-Projektleiter Chris Reinke an. "Wir werden attackieren und versuchen unsere Chance zu wahren."

Die beiden Chassis, die Audi am Mittwoch und Donnerstag in Bahrain getauscht hat, sind schon wieder in Deutschland. "Bereits am Wochenende machen wir bei Audi Sport in Neuburg die ersten Analysen, um den Schäden und ihre Ursachen zu klären", so Reinke. "Ich gehe momentan davon aus, dass wir die Chassis reparieren können." Audi fertig die Chassis für die R18 nicht selbst. Seit diesem Jahr werden die Monocoques von der italienischen Firma YCOM gebacken, bis 2013 fertigte Dallara alle Chassis der Audi-Rennsportwagen.

Auf eine Reparatur ist Audi auch dringend angewiesen, dann aktuell ist kein Ersatz-Monocoque für den R18 mehr verfügbar und das WEC-Finale steht bereits in zwei Wochen in Brasilien an.

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