Aprilia voll auf Speed: Das waren die Schnellsten beim MotoGP-Auftakt
Piloten der Aprilia RS-GP ließen beim MotoGP-Auftakt in Thailand die Konkurrenz nicht nur Grand Prix hinter sich, auch auf den Geraden fuhren Jorge Martin und Marco Bezzecchi ganz an der Spitze.
Nicht nur MotoGP-Insider wissen: Topspeed ist nicht alles. Denn nicht immer ist das schnellste Motorrad auf den Geraden auch das schnellste Gefährt auf eine Runde. Dennoch wünschen sich alle Fahrer maximale Kompetenz auf den Geraden, um zu verhindern, dass man im Renneinsatz machtlos gegen die Konkurrenz ist. Speziell im Rennbetrieb kommt der Höchstgeschwindigkeit eine andere Bedeutung als bei einer freien Runde zu. Entsprechend versuchen die Hersteller, die Motorräder entsprechend darauf abzustimmen.
Einen offensichtlich sehr vielversprechenden Ansatz hat Aprilia umgesetzt. Bereits 2025 hatte die RS-GP im Vergleich zu den Vorjahren auch auf den Geraden überzeugt – doch 2026 hat Aprilia sogar die Spitze übernommen. Die Daten des Thailand-GP zeigen Erstaunliches: Aprilia gelang es, sowohl bei der Geradeausfahrt als auch über eine Runde das effektivste Paket zusammenzustellen Marco Bezzecchi, der sich Startplatz 1 mit neuem Streckenrekord geholt hatte und souverän den großen Preis von Thailand gewann, hatte auch an der Lichtschranke die Verkleidung vorn.
Von einer haushohen Überlegenheit ist dabei keine Rede. Jorge Martin und auch Ducati-Pilot Pecco Bagnaia kamen am Thailand-Wochenende mit genau 345 km/h auf die identische Höchstgeschwindigkeit. Dass Ai Ogura als Vierter der Topspeed-Liste wieder eine Aprilia steuert, verrät viel über den Fortschritt des unter Fabiano Sterlacchini entwickelten Renners. Auch die in
Interessant ist auch der Vergleich mit 2025 – wobei eine Übertragung zu 100 Prozent aufgrund anderer Bedingungen (Thermik, Wind, Temperaturen) nicht gegeben ist. Wie so oft in den letzten Jahren lag vor 12 Monaten eine KTM an der Spitze der Auswertung. Pedro Acosta fuhr 341,7 km/h – und damit auf das Zehntel gleich schnell wie 2026. Marco Bezzecchi rangierte beim Thai-GP vor einem Jahr mit 338,5 km/h an fünfter Position. Im Falle der RS-GP half der höhere Speed auch, die Rundenzeit zu verbessern.
KTM hingegen opferte eine weitere Steigerung der Höchstgeschwindigkeit zugunsten einer besseren Rundenzeit und Langlebigkeit. Bestätigt wurde die Herangehensweise von
Das Tempo-Zahlenwerk bestätigt auch weitere Entwicklungen. Während die Ducati-Fraktion nur minimal zugelegt hat, steigerte sich Honda relevant. 2025 steuerte Honda-Kämpfer mit 331,2 km/h das zweitlangsamste Motorrad im Feld. Ein Jahr später schmetterte Zarco mit einem Plus von 11 km/h durch die Messanlage.
Bitter war es schon 2025 für Yamaha, bitter blieb es. Die rote Laterne in Sachen Topspeed blieb bei M1-Piloten. Immerhin war Aushängeschild mit 336 km/h nicht langsamer als 2025. Doch das Gesamtpaket ließ den Franzosen nun in Sachen Rundenzeiten weiter zurück.
Die schnellsten MotoGP-Motorräder beim WM-Auftakt in Buriram:
Jorge Martin, Aprilia RS-GP: 345,0 km/h
Marco Bezzecchi, Aprilia RS-GP: 345,0 km/h
Franceso Bagnaia, Ducati GP26: 345,0 km/h
Ai Ogura, Aprilia RS-GP: 343,9 km/h
Johann Zarco, Honda RC213V: 342,8 km/h
Enea Bastianini, KTM RC16: 342,8 km/h
Joan Mir, Honda RC213V: 342,8 km/h
Marc Marquez, Ducati GP26: 341,7 km/h
Pedro Acosta, KTM RC16: 341,7 km/h
Diogo Moreira RC213V: 341,7 km/h
Alex Rins, Yamaha M1: 336,4 km/h
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