6h Spa: Audi zeigt R18 im Le-Mans-Trimm

Von Oliver Runschke
FIA WEC

Am Wochenende in Spa treten zwei Audi R18 in der für die 24h von Le Mans entwickelten low-downforce-Aerodynamik an.

Bei den 6 Stunden von Spa debütiert der Audi R18 e-tron quattro mit einer neuen Karosserievariante. Zwei R18 kommen in einer Version mit wenig Abtrieb zum Einsatz. Die Silverstone-Sieger André Lotterer/Marcel Fässler/Benoit Treluyer und Di Grassi/Duval/Jarvis starten mit der neuen Aerodynamik. Der erstmals eingesetzt dritte R18 von René Rast/Felipe Albuquerque/Marco Bonanomi startet im high-downforce-Trimm, mit dem Audi in Silverstone gewonnen hat.

Wenn am Wochenende die R18-Variante mit geringem Abtrieb erstmals in Spa startet, fallen die optischen Unterschiede zum Schwestermodell mit hohem Abtrieb so deutlich aus wie noch nie. Eine grundlegend andere Frontverkleidung, veränderte Seitenkästen, auf die Innenseite der hinteren Kotflügel verlegte Öffnungen zur Entlüftung der Radhäuser und ein Karosserieabschluss mit einem ungewöhnlich abgestützten Heckflügel kennzeichnen den neu entwickelten Rennwagen.

«Da der Abtrieb in Le Mans nicht so wichtig ist wie auf anderen Kursen, haben wir andere Lösungen und neue Körperformen entwickelt», sagt Audi-Aerodynamikchef Jan Monchaux. «So verringern wir den Luftwiderstand. Alle Leitbleche, Flügel und ähnliche Elemente stehen nicht mehr so steil im Luftstrom, die Krümmung der Flügelprofile fällt geringer aus.»

Zusätzlich zu den Karosserieoberflächen haben die Entwickler auch die Technik darunter berücksichtigt. «Da die Anforderungen an die Kühlsysteme andere sind, konnten wir die Anströmung der Kühler neu konzipieren. Durch die höheren Geschwindigkeiten in Le Mans ist ein geringerer Massenstrom der Luft notwendig.» Ergänzend unterstützen neue Lösungen im Fahrwerk die Federbewegungen des Autos und limitieren sie auf einen kleineren Bereich. So verringern sich Turbulenzen im Luftstrom unter dem Rennwagen. 

Mit der Summe aller Innovationen steigert Audi die Effizienz seines Hybrid-Sportwagens weiter. „Wir versprechen uns davon Vorteile, die wir optional auch auf anderen Rennstrecken nutzen können“, erklärt Monchaux.

Toyota hat bereits beim Vorsaisontest seine Le-Mans-Aerodynamik bereits präsentiert und auch getestet, in Belgien kommt aber wie schon in Silverstone die Variante mit viel Abtrieb zum Einsatz. Auch Porsche, die bisher noch keine Le-Mans-Variante gezeigt haben, setzt bei den drei 919 Hybrid in Spa auf high downforce.

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