Klassensieg für Patrick Dempsey in der Sportwagen-WM

Von Oliver Müller
FIA WEC
Da ist die Freude gross: Patrick Dempsey nach seinem Klassensieg in der FIA WEC in Fuji

Da ist die Freude gross: Patrick Dempsey nach seinem Klassensieg in der FIA WEC in Fuji

US-Schauspieler Patrick Dempsey, bekannt aus der Arzt-Serie Grey’s Anatomy, gewann bei den 6 Stunden von Fuji im Porsche 911 RSR die GTE-Am-Kategorie. Das Rennen ist Teil der Sportwagen-Weltmeisterschaft (FIA WEC).

Für Hollywood-Schauspieler Patrick Dempsey ging beim 6-Stunden-Rennen von Fuji ein Traum in Erfüllung. Denn zusammen mit Porsche-Werksfahrer Patrick Long und dem Deutschen Marco Seefried fuhr er in der GTE-Am-Klasse zum Sieg. In ihrem Porsche 911 RSR beherrschten Dempsey und seine beiden Teamkollegen weite Teile des Rennens in ihrer Klasse nach Belieben. Am Ende hatten sie einen Vorsprung von über 17 Sekunden auf einen Aston Martin Vantage V8, in dem neben dem Kanadier Paul Dalla Lana und Ex-Formel-1-Pilot Pedro Lamy auch Mathias Lauda (der Sohn von Motorsport-Legende Niki Lauda) am Steuer sass. «Ein tolles Gefühl. Unser erster Sieg in der WEC – dafür haben wir die ganze Saison hart gearbeitet. Ich bin einen langen ersten Stint im strömenden Regen gefahren und musste dann stundenlang warten. Als ich kurz vor dem Ziel wieder ins Auto stieg, ging es vor allem darum, keinen Fehler zu machen. Doch heute hat alles gepasst. Patrick hat mir über Funk Tipps gegeben, Marco ist einen fantastischen Stint gefahren und die Strategie des Teams war perfekt. Ich bin sehr dankbar für all die Unterstützung, die ich von Porsche und vom Team in dieser Saison erfahren habe, um mich als Rennfahrer weiter zu entwickeln. Das ist ein grossartiger Tag – und Fuji ab heute eine meiner Lieblingsstrecken», freute sich Frauenschwarm Dempsey nach dem Rennen.

In der GTE-Am fahren Rennwagen wie Aston Martin Vantage V8, Chevrolet Corvette C7, Ferrari F458 Italia oder eben Porsche 911 RSR. Diese haben bis zu 500 PS, müssen im Vergleich zur GTE-Pro-Kategorie jedoch mindestens ein Jahr alt sein. Darüber hinaus darf pro Fahrzeug nur ein Profi-Fahrer ins Lenkrad greifen.

Schon bei den 24 Stunden von Le Mans, dem Highlight der FIA WEC, war das deutsch-amerikanische Trio in diesem Sommer nahe dran an einem Klassensieg, musste sich final jedoch knapp geschlagen geben. «Nach unserem zweiten Platz in Le Mans habe ich gedacht, viel mehr an Emotionen geht nicht. Doch dieser Sieg hat das alles noch übertroffen. Keiner von uns machte grössere Fehler, und Marco ist in der Mitte des Rennens bärenstark gefahren und hat damit diesen grossartigen Erfolg erst möglich gemacht», bilanzierte Wagenpartner Patrick Long. Zwischen ihm und Dempsey hat sich durch die Rennerei eine echte Männerfreundschaft entwickelt. Beide wohnen in Kalifornien in der Nähe von Los Angeles. Zur Vorbereitung auf die Rennen trainieren sie teilweise auch zusammen.

Dempsey startete seine Rennkarriere Ende des vergangenen Jahrzehnts. 2009 nahm er erstmals an den 24 Stunden von Le Mans teil, damals noch in einem Ferrari 430. Er blieb den Sportwagen-Rennen treu, fuhr im Anschluss jedoch zumeist in Nordamerika; 2012 sogar kurzzeitig in einem LMP2-Prototypen. 2013 kehrte er zu den 24 Stunden von Le Mans zurück. Seit 2014 ist er fester Bestandteil im Feld der FIA WEC.

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