Nico Rosberg (Mercedes): Antwort zu Ecclestone-Kritik

Von Mathias Brunner
Nico Rosberg entspannt in Austin

Nico Rosberg entspannt in Austin

​Der WM-Führende Nico Rosberg geht mit einem Kissen von 26 Punkten Vorsprung in den Mexiko-GP. Der Deutsche reagiert auf Kritik von Formel-1-Promoter Ecclestone, der Nico zu langweilig findet.

Nico Rosberg hat nach dem Austin-GP noch ein paar Tage in der texanischen Stadt ausgespannt, dann ist er in einem gecharterten Privatjet zusammen mit Daniel Ricciardo, Romain Grosjean und Max Verstappen nach Mexiko-Stadt geflogen.

Im Fahrerlager des Autódromo Hermanos Rodríguez sagt der 23fache GP-Sieger: «Klar ist es aufregend, wie sich jetzt in der WM alles zuspitzt, aber ich ändere an meiner Taktik überhaupt nichts. Ich will das beste Ergebnis aus dem nächsten Grand Prix holen, und das ist der Sieg in Mexiko.»

Auf die Frage, wie es um die Dynamik zwischen ihm und Lewis denn so stehe, antwortet Nico: «Daran denke ich nicht. Ich ziehe mein Ding durch und fertig. Im Team hat sich auch nichts geändert. Alle Daten liegen offen auf dem Tisch, jeder kann alles sehen.»

Unlängst hat Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone gemeint, Lewis Hamilton wäre der bessere Weltmeister, denn über Nico Rosberg gebe es keine Geschichten zu schreiben. Nico reagiert so auf die Kritik: «Ich habe mich mit Bernie unter vier Augen unterhalten, er hat beteuert, das habe er so nicht gesagt. Im Übrigen ist es mir ohnehin nicht so wichtig. Ich bin auf meine Leistung konzentriert und nicht darauf, was die Leute über mich sagen.»

Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone hat unlängst auch gemeint: «Ich habe vorgeschlagen, dass man 40 cm hohe Wände am Streckenrand aufziehen sollte. Es heisst doch immer, dass die Piloten die Piste nicht verlassen dürfen – ich verspreche euch, dass sie das in diesem Fall nicht mehr tun werden.»

Nico Rosberg kann darüber nur den Kopf schütteln: «Mir fallen sofort zehn Bereiche ein, in welchen wir unseren Sport verbessern könnten, und alle wären gewiss gescheiter als die Sicherheit zu kompromittieren.»

Nico Rosberg auf dem Weg zum Titel

Nico Rosberg ist in einer beneidenswerten Ausgangslage: Theoretisch kann er schon in Mexiko Weltmeister werden. Er hält einen Vorsprung von 26 Punkten auf Lewis Hamilton, drei Rennen sind noch zu fahren – Mexiko, Brasilien und Abu Dhabi. Gewinnt er am kommenden Sonntag, und Lewis Hamilton kann gleichzeitig nur einen Zähler holen oder geht punktelos aus, ist das Rennen um die Fahrer-WM gelaufen. Denn dann hätte Nico 51 oder 50 Punkte Vorsprung, und selbst zwei Siege von Hamilton in Brasilien und Abu Dhabi bei gleichzeitig zwei Ausfällen von Nico würden nichts mehr am WM-Ausgang ändern: Lewis wäre noch immer einen Punkt hinten oder hätte bei Punktegleichstand das Nachsehen, denn Nico käme auf zehn Siege, Lewis nur auf neun.

Wird Hamilton in Mexiko Neunter oder kommt er auf einem besseren Rang ins Ziel, ist die Entscheidung mindestens auf Brasilien vertagt, ungeachtet des Ergebnisses von Nico Rosberg. Rosberg könnte theoretisch in Mexiko, Brasilien und Abu Dhabi drei Mal Zweiter hinter Hamilton werden, es würde noch immer für den Titel reichen. Davon will der 23-fache GP-Sieger aber nichts wissen: «Ich fahre keine Rennen, um Zweiter zu werden. Ich will gewinnen. Das gilt auch für Mexiko. Es liegt nicht in meiner Hand, ob es mit dem Titel hier klappt oder bei einem anderen Rennen, also vergeude ich keine Gedanken an so etwas.»

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