Fred Vasseur (Ferrari): «Bedingungen bei den Tests waren nie repräsentativ»
Es steht viel auf dem Spiel für Ferrari und für Teamchef Fred Vasseur: Die berühmteste Scuderia der Welt muss endlich wieder titelfähig werden. Was der französischer Steuermann zum Saisonstart sagt.
Die Formel-1-Weltmeisterschaft 2026 beginnt mit dem Grossen Preis von Australien, ein Wendepunkt in der Geschichte der Königsklasse. Die neuen technischen Regeln beinhalten grundlegende Änderungen am Antriebsstrang, der Aerodynamik, dem Chassis und dem Energiemanagement. Es handelt sich um die größte Revolution des Sports seit Jahrzehnten, die ein vollständiges Überdenken des Fahrzeugkonzepts erfordert hat.
Nach wochenlanger intensiver Arbeit in Maranello, im Simulator und bei Testfahrten auf der Strecke, trifft die Scuderia Ferrari in Melbourne ein – am Beginn eines neuen technischen Zyklus, in dem Anpassungsfähigkeit, Lernkurve und Zuverlässigkeit entscheidende Faktoren sein werden.
Die Regeln, die in diesem Jahr in Kraft treten, zielen auf ein verändertes Gleichgewicht zwischen thermischen und elektrischen Komponenten ab, wobei Hybridenergie eine deutlich größere Rolle spielt, begleitet von noch ausgefeilteren Managementsystemen.
Auch die Aerodynamik hat eine tiefgreifende Veränderung erfahren: Die Wagen sind weniger auf den Unterboden zur Erzeugung von Abtrieb angewiesen und reagieren empfindlicher auf das Management des mechanischen Grips. Vor diesem Hintergrund wurden die Vorsaisontests mit dem klaren Ziel angegangen, zu verstehen, zu validieren und zu optimieren. Die Daten aus den Tests sind ein guter Ausgangspunkt, aber erst das erste Rennen wird den ersten, echten Wettbewerbsmassstab liefern.
Das diese Fahrzeuge sich so sehr von ihren Vorgängern unterscheiden, sind historische Daten nur begrenzt aussagekräftig. Die Beobachtung, wie sich die 2026er Autos auf Melbournes schneller Stadtstrecke schlagen, wird einer der spannendsten Aspekte des Wochenendes sein.
Vasseur: «Ferrari mit Fokus und Bescheidenheit»
Ferrari-Teamchef Vasseur sagt: «Wir haben bei den Tests in Bahrain eine beachtliche Anzahl an Kilometern zurückgelegt, was uns viele Daten geliefert hat, um das Modell des Typs SF-26 besser zu verstehen.»
«Wir haben methodisch an verschiedenen Schlüsselbereichen gearbeitet und eine Fülle nützlicher Informationen gesammelt. Die Bedingungen bei Testfahrten sind nie wirklich repräsentativ, und Melbourne wird die erste echte Gelegenheit sein, zu bewerten, wie wettbewerbsfähig wir im Vergleich zu unseren Gegnern sind.»
«Wie üblich zu Saisonbeginn gibt es viele Unbekannte, und wir werden das Wochenende mit Fokus und Bescheidenheit angehen.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach