Lewis Hamilton: Niederlage gegen Rosberg schmerzhaft

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton fuhr in Brasilien 2013 mit diesem Helmdesign

Lewis Hamilton fuhr in Brasilien 2013 mit diesem Helmdesign

​Weltmeister Lewis Hamilton weiss, dass Nico Rosberg in der WM die besseren Karten in der Hand hält. Vor dem Brasilien-GP sagt der Engländer: «Eine WM-Niederlage gegen Nico Rosberg wäre schmerzhaft.»

Lewis Hamilton braucht fremde Hilfe: Es reicht nicht, wie in Austin und Mexiko-Stadt auch in Brasilien und Abu Dhabi zu gewinnen. Er muss auch darauf hoffen, dass Nico Rosberg Pech hat oder von anderen Rivalen geschlagen wird. Gewinnt Nico in Brasilien zum dritten Mal in Folge, ist die WM entschieden. Das sagen die Hauptdarsteller von Mercedes-Benz vor dem Rennen in São Paulo.

Lewis Hamilton: «Es ist ein grossartiges Gefühl, wenn man so eine Pace zeigen kann, wie ich sie in den vergangenen beiden Rennen hatte. Der Speed war die gesamte Saison über vorhanden. Nur hatte ich nicht immer die Gelegenheit dazu, ihn zu nutzen.»

«In der Weltmeisterschaft befinde ich mich in einer ungewöhnlichen Position: Ich kämpfe weiter, weiss aber nicht genau, ob es ausreichen wird, um es zu schaffen. Der eine Ausgang wäre schmerzhaft, der andere eine fabelhafte Leistung. Aber egal wie, ich werde weiter angreifen. Seit dem Beginn meiner Formel-1-Karriere habe ich gesehen, dass sich das Blatt selbst im allerletzten Moment noch wenden kann. Ich habe noch nie in Brasilien gewonnen, und das möchte ich an diesem Wochenende ändern.»

Nico Rosberg will das verhindern: «In Mexiko lief es nicht ideal. Ich fuhr wie immer auf Sieg, aber Lewis war das gesamte Wochenende über einfach ein bisschen schneller. Manchmal muss man das akzeptieren und mit seiner Leistung zufrieden sein. Ich werde meine Herangehensweise nicht ändern.»

«Ich muss weiter das machen, was mir dabei hilft, meine Bestleistung zu bringen – und das bedeutet, jedes Mal auf Sieg zu fahren. Noch stehen zwei Rennen aus, und in der Formel 1 kann alles passieren. Deshalb muss ich mich auf die Dinge konzentrieren, die ich beeinflussen kann. Ich habe eine gute Bilanz in São Paulo.»

Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagt: «Für Nico ist das Gerede vorbei, dass er nur Zweiter werden muss, um es zu schaffen. Er hat es selbst in der Hand. Wenn er das Rennen in Brasilien gewinnt, ist er Weltmeister. Wir haben viele Rennen gesehen, in denen er sich unter Druck sehr gut geschlagen hat, besonders in der zweiten Saisonhälfte. Aber ich denke, dass diese neue Situation mental ein bisschen einfacher ist. Er kann mit etwas weniger Druck herangehen, da er in Abu Dhabi noch eine weitere Chance hat.»

«Gleichzeitig weiss Lewis, was er tun muss, um seine Titelchancen am Leben zu erhalten. Er wird niemals aufgeben, deshalb gehört er zu den Besten. Als Team werden wir alles in unserer Macht Stehende unternehmen, um beiden die Möglichkeiten zu geben, die sie benötigen.»

Technikchef Paddy Lowe: «Interlagos ist eine tolle Strecke. Die Runde ist sehr kurz, aber es gibt viele Höhenunterschiede. Ähnlich wie in Mexiko-Stadt herrscht in São Paulo ein etwas niedrigerer Luftdruck als normal. Allerdings fällt es dort nicht so stark ins Gewicht wie in Mexiko. Dennoch hat es einen Einfluss auf den Luftwiderstand.»

«Das Rennwochenende wird sehr oft vom Regen beeinträchtigt. Das kann auf und neben der Strecke für ein paar extrem fordernde Tage sorgen. Eine weitere interessante Besonderheit der Strecke ist die lange Anfahrt den Berg hinauf von der letzten bis zur ersten Kurve. Hier bietet sich eine gute Überholmöglichkeit. Es ist nicht einfach, dort zu überholen. Aber es ist definitiv möglich. Das führt normalerweise zu engen Zweikämpfen und einigen mutigen Manövern in dieser Passage. Die Strecke hat über die Jahre schon viele dramatische Momente gesehen, darunter einige WM-Entscheidungen. Uns erwartet also erneut ein spannendes Rennwochenende.»

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