Alain Prost (Renault): Brauchen mehr als eine Vision

Von Andreas Reiners
Formel 1
Alain Prost

Alain Prost

Alain Prost nimmt bei Renault künftig die Rolle als eine Art Sonderberater ein. Der Franzose fühlte sich beim Blick auf den neuen Renault an alte Zeiten erinnert.

Renault hatte bei der Präsentation am heutigen Dienstag eine kleine Überraschung parat. Ja, natürlich war das der neue Renault RS17. Allerdings präsentierte der Rennstall auch den viermaligen Weltmeister Alain Prost, der das Team künftig in einer Sonderrolle beraten wird.

Als sich der 61-Jährige den neuen Renner von Nico Hülkenberg anschaute, wurde er an alte Zeiten erinnert, an seine aktive Zeit. Mit den neuen Autos und den neuen Regeln bricht die Formel 1 in ein neues Zeitalter auf. «Wir brauchten eine neue Ära. Diese Autos werden sehr beeindruckend sein. Ich hoffe, dass sie neue und junge Zuschauer bringen werden», sagte Prost.

Er wird bei Renault in seiner neuen Rolle eher aus dem Hintergrund agieren und so seinen Input für das Team beisteuern, «um die beste Strategie für die Zukunft zu finden». Prost bestätigte, dass er bei den ersten Testfahrten ab dem 27. Februar in Barcelona vor Ort sein wird. «Ich bin gespannt, was die Fahrer nach ein paar Runden mit den schnellen Kurven sagen werden», so Prost.

Er ist sich dabei aber auch bewusst, dass sich die Formel 1 nicht nur durch die schnelleren und spektakuläreren Autos verändern wird, sondern auch durch die neuen Besitzer, Liberty Media, vor einem Umbruch steht. Chefpromoter Bernie Ecclestone wurde zum Beispiel bereits abgesägt, eine neue Führungsspitze installiert, unter anderem mit Ross Brawn. Unter Leitung von Liberty-Media-Spitzenmanager Chase Carey wird sich Brawn um die sportliche Seite des Grand-Prix-Zirkus kümmern.

Aktuell sei es schwierig, über die Vision zu sprechen, sagte Prost: «Wir haben einen neuen Besitzer. Dass die Teams aber nun mit Ross Brawn zusammenarbeiten werden, ist ein Pluspunkt.»

Prost stellte aber auch klar: «Wir brauchen mehr als eine Vision. Wir brauchen zwei Ziele. Wir müssen Zuschauer gewinnen, vor allem junge Leute. Dazu brauchen wir mehr Interaktivität, und das ist mehr oder weniger vergleichbar damit, wie wir es in der Formel E machen. Und es muss menschlicher werden. Es sind mehr Leute an den Fahrern interessiert als an der Technik.»

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