Günther Steiner verteidigt Haas-Fahrer: «Gute Racer»

Von Otto Zuber
Formel 1
Haas-F1-Teamchef Günther Steiner

Haas-F1-Teamchef Günther Steiner

Das Haas-Duo Romain Grosjean und Kevin Magnussen kam beim Saisonauftakt in Australien nicht ins Ziel. Dennoch ist Teamchef Günther Steiner überzeugt, die beste Fahrerwahl getroffen zu haben.

Im vergangenen Jahr erlebte das Haas-Team in Australien einen überraschend starken Auftakt ins GP-Abenteuer. Die Neulinge in der Formel-1-Startaufstellung durften dank Romain Grosjean im Albert Park den sechsten Platz und acht WM-Punkte bejubeln. Dabei hatte der Genfer den ersten GP der letztjährigen Saison als Neunzehnter in Angriff nehmen müssen.

Entsprechend zuversichtlich stimmte in diesem Jahr der starke sechste Startplatz des Routiniers. Die Amerikaner, die auf einen noch stärkeren Start als im Vorjahr hofften, mussten diesmal jedoch eine bittere Pille schlucken. Weder Grosjean noch sein neuer Teamkollege Kevin Magnussen, der im Qualifying wegen eines Fahrfehlers nicht über den 17. Rang hinauskam, sahen im Grand Prix in Melbourne die Zielflagge.

Den 30-jährigen Hoffnungsträger zwang ein Problem mit dem Wasserdruck nach 13 Runden zur Rennaufgabe, der Team-Neuling musste wegen eines Reifenschadens abstellen, den er anfänglich noch für einen Aufhängungsschaden hielt. Das Team wies den Dänen an, seinen VF-17 vorsichtshalber abzustellen. Zu diesem Zeitpunkt war der 24-Jährige aus Roskilde bereits auf der letzten Position unterwegs. Ein früher Crash mit Sauber-Mann Marcus Ericsson in der dritten Kurve störte das

Günther Steiner ist dennoch überzeugt, die richtige Fahrerwahl getroffen zu haben. Den Kollegen der dänischen Zeitung «Ekstra Bladet» erzählte er: «Ich denke, wir haben das beste Fahrer-Duo, das wir in unserer Position haben können. Wir haben zwei sehr gute Fahrer. Gute Leute, gute Racer. Wir müssen jetzt einfach herausfinden, wie gut unser Auto ist und was wir damit erreichen können.»

Der Südtiroler betont, dass seine beiden Schützlinge zwar sehr unterschiedlich sind, jedoch gut miteinander auskommen. «Wir alle wissen, dass Romain sehr emotional ist. Jeder kann das alleine schon an den Funksprüchen erkennen. Kevin ist Skandinavier, er ist da sehr viel gelassener. Auch der Charakter ist sehr unterschiedlich. Dennoch glaube ich nicht, dass es Probleme zwischen ihnen geben wird. Meine Hoffnung ist, dass sie sich gegenseitig zu Bestleistungen antreiben werden.»

Auch Teambesitzer Gene Haas ist von beiden Fahrern überzeugt. «Sie sind ein interessantes Duo, wie man im Qualifying sehen konnte. Kevin wollte wirklich eine gute Runde raushauen und war am Limit unterwegs. Wir wissen nicht, wie schnell er gewesen wäre, hätte er sich nicht diesen Fehler geleistet. Ich bin überzeugt, dass Kevin in der Lage ist, Romain unter Druck zu setzen.»

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