Martin Brundle: «Horror-Story für Fernando Alonso»

Von Vanessa Georgoulas
Ex-Formel-1-Star Martin Brundle spricht über die anhaltende McLaren-Krise und fragt provokativ: «Wie lange kann es sich das grossartige McLaren-Team noch leisten, auf Honda zu warten?»

Fernando Alonso musste auch vor heimischer Kulisse eine bittere Pille schlucken. Im ersten freien Training zum Spanien-GP kam er nur eine Runde und eine Kurve weit, dann streikte wieder einmal die Honda-Antriebseinheit in seinem McLaren-Heck. Der Weltmeister von 2005 und 2006 machte sich kurz danach auf, um mit seinem Trainer Edoardo Bendinelli ein paar Tennisbälle zu schlagen, wie er seine Fan-Gemeinde mit einem entsprechenden Bild auf Instagram demonstrativ wissen liess.

Der Ärger des stolzen Asturiers ist verständlich. Schon in Russland hatte er eine herbe Klatsche einstecken müssen – dort schaffte er es nicht einmal bis zur Startaufstellung, weil sein Motor den Dienst verweigert hatte. Der frühere GP-Pilot Martin Brundle hat Mitleid mit dem zweifachen Champion, der durch sein Verhalten eine deutliche Nachricht an den Motorenpartner seines Brötchengebers schickt.

«Es ist ein bisschen wie bei seiner Klappstuhl-Einlage in Brasilien 2015. Dort sagte er auch ganz viel aus ohne etwas zu sagen. Sein Handeln sagt alles», erklärte Brundle im Gespräch mit Sky Sports News HQ. «Er sagt damit: Ich bin hier raus und entspanne mich an einem anderen Ort. Beim vergangenen Rennen kam er nicht einmal bis zum Start, und hier musste er nach einer Runde wieder aussteigen – das ist eine Horror-Story!»

Das Verhalten kann der ehemalige Rennfahrer gut verstehen: «Es war klar, dass er zum zweiten Training zurückkommen wird. Er ist vertraglich dazu verpflichtet und es ist ja auch sein Heimrennen, da will er seine Fans nicht enttäuschen. Er konnte dem Team auch nicht helfen, den Motor auszuwechseln. Es gab auch nichts mehr zu besprechen, denn er konnte ja gar nichts tun. Statt sich mit tausend Fragen zu befassen, liess er seinen Frust lieber an einem Tennisball aus.»

Und Brundle fragt provokativ: «Wie lange kann es sich das grossartige McLaren-Team noch leisten, auf Honda zu warten? Sie müssen bald eine Entscheidung fällen. Wenn sie den Motorenpartner wechseln wollen, können sie nicht mehr lange warten. Mit der Arbeit am neuen Auto muss spätestens im Sommer begonnen werden, es bleibt ihnen also nicht mehr viel Zeit, um das richtig hinzubekommen.»

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