Stotter-Starts in der Formel 1: Doch alles nicht so schlimm?
Großes Diskussionsthema vor dem Start der neuen Formel-1-Saison am 8. März in Melbourne: Die komplizierte Startprozedur. Mehrere Teams hatten bei den Testfahrten große Probleme.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Die Startprozedur mit den neuen Autos ist eines der großen Streitthemen vor der neuen Saison. Gleich fünfmal übten die F1-Teams die Startprozedur bei den Tests in Bahrain. Zum Ende der Sessions in Bahrain wurde jeweils zehn Minuten vor Schluss die rote Flagge geschwenkt. Dann wurden erst ein Startabbruch und dann ein Start simuliert. So hatte – je nach Aufteilung der Testzeiten im Team – jeder Fahrer zwei bis drei Möglichkeiten, die Starts im Grid zu üben. Alternativ gab es natürlich noch wie üblich die Möglichkeit, am Ende der Boxengasse eine Startübung zu absolvieren.
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Das Prozedere ist mit dem neuen Motorenreglement, das viel Batterie-Power neben dem Verbrenner vorsieht, viel komplizierter. Daher gibt es jetzt vor dem Start eine Art Aufladephase. Doch nicht bei allen Teams lief es in Bahrain glatt. Immer wieder blieben einige Autos länger stehen. Auffällig allerdings: Teams mit Ferrari-Antrieb hatten wahrliche Raketenstarts, Mercedes und andere Teams dagegen taten sich oft schwer. Auch wenn zum Beispiel Mercedes-Pilot Kimi Antonelli zugab, dass die Starts noch ein Problem sind, winken einige Fahrer nach den Tests ein wenig ab. Es wird anders werden – aber komplett chaotisch nun auch wieder nicht.
Audi-Pilot Nico Hülkenberg – letztes Jahr noch mit Ferrari-Motor unterwegs, jetzt mit hauseigenem Audi-Antrieb – sagt: «Das ist einer der Bereiche, der sich gegenüber dem letzten Jahr deutlich unterscheidet, also noch sehr frisch und neu ist. Wir haben noch nicht so viel Erfahrung, insbesondere natürlich mit einem richtigen Rennstart mit allen Autos in der Startaufstellung.» Bei den Tests waren ja nur jeweils bis zu elf Autos auf der Strecke.
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Hülkenberg: Reibungslose Starts mit alten Regeln Hülkenberg: «Ich denke, das ist einer der Bereiche, in denen es noch viel zu entdecken und aufzuräumen gibt. Denn bei der vorherigen Generation von Antrieben war das perfekt und nahtlos und reibungslos. Und ganz natürlich gibt es hier eine Reihe neuer Vorschriften.»
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Albon: Es wird schon gut gehen! Alex Albon, bei Williams mit Mercedes-Motor unterwegs: «Ich glaube nicht, dass das, was man sieht, wirklich das ist, was passieren wird.» Also Fahrer, die auf der Startaufstellung nicht wegkommen, während die dahinter einen Raketenstart erwischen. In einer echten Rennsituation wäre das im schlimmsten Fall lebensgefährlich.
Albon: «Es gibt Fahrer, die aus einer langsamen Runde kamen, einen Probestart machen und mit bereits heißen Reifen viel gefahren sind. Man sieht also aktuell dieses Chaos, dass einige Leute einen guten Start haben, andere einen schlechten. Aber eigentlich ist es gar nicht so schlimm. Ich denke, wenn alle die gleichen Reifen drauf haben und alle gleich in die Startaufstellung kommen, dann wird es vielleicht nicht so reibungslos aussehen wie Nico gesagt hat, also wie letztes Jahr. Aber es wird schon gut gehen.»
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