Formel 1

Romain Grosjean (Haas): Angst um sein Leben in Baku

Von - 28.06.2017 16:36

​Der Genfer Romain Grosjean (31) war nach dem Aserbaidschan-GP so wütend, dass er seinem Team keinen offiziellen Kommentar zum Rennen geben wollte. Er hatte in Baku Angst um sein Leben.

Der Baku-GP war aus vielen Perspektiven ein ungewöhnliches Rennen. Teilweise wussten die Fans überhaupt nicht mehr, wo sie hingucken sollen, so viel Action wurde auf der Bahn geboten. Die Baku-Piste ist nicht nur sauschnell, sie verlockt auch zu Fehlern, wie wir schon im Training zu Dutzenden verfolgen konnte. Das hat sich im Rennen fortgesetzt.

Sky-GP-Experte Marc Surer: «Vor einem Jahr waren alle enttäuscht davon, dass wir ein eher spannungsarmes Rennen erlebt hatten. Nun deutete sich schon im Training an, dass die Piloten mehr riskieren. Vielleicht hat die höhere Fehlerquote auch mit den breiteren und schnelleren GP-Boliden zu tun. Seltsam dabei ist jedoch, dass die Gegenprobe von Monaco fehlt. In Monte Carlo hatte ich nicht den Eindruck, dass den Piloten mehr Fehler unterlaufen.»

Baku war auch das Rennen der sprachlosen Fahrer. Bei Red Bull Racing schwänzte Max Verstappen die Medienrunde, was die FIA mit 25.000 Euro Busse quittiert. Bei Haas stand in der offiziellen Medienmitteilung des US-amerikanischen Teams unter dem Namen des Genfers Romain Grosjean: «Kein Kommentar nach dem Rennen.»

Was war da passiert?

Antwort: Der 31-Jährige war nach dem Grossen Preis von Aserbaidschan so wütend, dass er auf jeden Kommentar verzichtete. Einmal mehr hatte er sich ein Wochenende lang mit seinen Bremsen abgemüht, ein Dauerthema bei Romain, seit er zur Saison 2016 hin zu Haas gekommen ist. Grosjean hatte schon nach dem Qualifying deponiert: «So kann ich nicht Formel 1 fahren.»

Kevin Magnussen kommt mit den Bremsen besser zurecht, er fuhr in Aserbaidschan zum guten siebten Platz.

Die Kollegen von Canal+ (französisches Bezahlfernsehen) konnten den WM-Siebten von 2013 nach dem Aserbaidschan-Rennen kurz abfangen, bevor Grosjean verduftete. Da sagte er zu seiner Fahrt auf den 13. und letzten Rang: «Es gibt nicht viel zu sagen. Es war von Beginn des Wochenendes an katastrophal, und nicht einen Augenblick lang habe ich den Funken einer Hoffnung erkannt, dass es besser wird. Jetzt müssen wir uns langsam die richtigen Fragen stellen. Es kann doch nicht sein, dass wir drei freie Trainings und drei Quali-Segmente haben, und in allen sechs komme ich mit den Bremsen nicht zurecht. Das wird gefährlich. Es gab einen Punkt, an dem ich um meine Sicherheit fürchtete – das geht mir jetzt einfach zu weit.»

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht

siehe auch

Formel 1

Sebastian Vettel – Lewis Hamilton: Endlich WM-Pfeffer

Formel 1

Silverstone und Liberty Media: Mehr Action für Fans

Formel 1

Sebastian Vettel: Mehr Ferrari-Power in Silverstone

Formel 1

Lichtblick für Fernando Alonso: Stärkerer Honda-Motor

Formel 1

Force India: Neuer Name, ab Saison 2018 als Force One

Formel 1

Jackie Stewart über Vettel: Hamilton ist mitschuldig

Formel 1

Eddie Jordan zu Sebastian Vettel: Im Wilden Westen

Formel 1

Maurizio Arrivabene (Ferrari): «Lauda soll nur reden»

Formel 1

Jacques Villeneuve: Sebastian Vettel wie Schumacher?

Formel 1

Flavio Briatore: Aktion von Vettel ist unbegreiflich

Formel 1

Rätsel Racing-Raritäten: Weisses Auto, unreine Weste

Formel 1

Daniel Ricciardo zu Vettel und Hamilton: Keine Fehde

Formel 1

Christian Klien: Strafe von Sebastian Vettel zu milde

Formel 1

Max Verstappen: 25.000 Euro Strafe, Witz über Renault

Formel 1

Martin Brundle: «Sebastian Vettel – Strafe ist genug»

Formel 1

Bernie Ecclestone: «Hamilton? Mitschuld gegen Vettel»

Formel 1

Sebastian Vettel nach Eklat: Droht noch mehr Ärger?

Formel 1

Heftige Kritik an «Furie» Vettel: «Wie ein Teenager!»

Formel 1

RTL: Abbruch, Topquote bei Eklat um Vettel & Hamilton

Formel 1

Eklat um Vettel und Hamilton: Das sagen die Fans

Formel 1

Vettel vs. Hamilton: Zeigt sich das wahre Gesicht?

Formel 1

Toto Wolff: «Vettel und Hamilton – fertig schmusen!»

Formel 1

Lewis Hamilton: «Kein Respekt von Sebastian Vettel!»

Formel 1

Sebastian Vettel fordert Strafe für Lewis Hamilton!

Formel 1

Baku: Ricciardo gewinnt Chaos-GP, Vettel vor Hamilton

Formel 1

Baku-GP: Vettel kracht Hamilton ins Heck, rote Flagge

Formel 1

Sebastian Vettel: «Lewis Hamilton? Kenne ich nicht»

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

Formel 1

F1 2019 Silverstone - Mercedes Strategie-Analyse mit James Vowles

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Mathias Brunner

GP-Show Red Bull Ring und Silverstone: Die Gründe

​Nach dem Frankreich-GP brach das grosse Wehklagen aus: Gegen diese Formel Gähn müsse dringend etwas übernommen werden. Aber die Rennen in Österreich und England waren Kracher. Wir sagen wieso.

» weiterlesen

 

tv programm

Rallye: FIA-Europameisterschaft

So. 21.07., 13:30, Eurosport 2


Classic Ride

So. 21.07., 14:10, Motorvision TV


Classic Ride

So. 21.07., 14:40, Motorvision TV


Motorsport - Porsche Mobil 1 Supercup, Magazin

So. 21.07., 14:40, SPORT1+


Rallye Weiz - Der Shakedown, Highlights aus Weiz

So. 21.07., 16:00, ORF Sport+


Formel 1

So. 21.07., 16:30, ORF Sport+


Auto Mobil

So. 21.07., 17:00, Vox


Super Cars

So. 21.07., 17:35, Motorvision TV


Go! Spezial

So. 21.07., 18:00, Pro Sieben


sportarena

So. 21.07., 18:45, SWR Fernsehen


Zum TV Programm
79