VR46 Racing kurz vor Einigung mit Ducati Corse für weitere MotoGP-Jahre
Nicht nur auf dem Fahrermarkt der MotoGP gilt es für 2027, viele neue Verträge zu schliessen. Als sicher gilt: Rossis VR46-Team wird auch in der neuen 850er-Ära auf Prototypen aus Bologna setzen.
Hinter dem US-Team Trackhouse Racing von Justin Marks, das seit 2024 Teil der Königsklasse ist, ist die MotoGP-Einheit von VR46 Racing die zweitjüngste Mannschaft im Fahrerlager. Zwar wurde das Rennteam bereits zur Saison 2014 mobilisiert und in die Moto3-WM geschickt – erster Stammfahrer war übrigens Pecco Bagnaia an der Seite von Romano Fenati –, doch in der Topliga des Sports ist man in der jetzigen Form erst ab 2022 vertreten.
Der Aufstieg war in zwei Stufen erfolgt, denn Luca Marini brauste schon ein Jahr zuvor in VR46-Farben in der MotoGP mit, nutzte dazu aber den Teamplatz von Esponsorama Racing. Erst nach der Einigung mit der Teamvereinigung IRTA und MotoGP-Promoter Dorna Sports konnte die Initiative von Valentino Rossi mit eigener Teamstruktur für zwei Piloten (Marini und Bezzecchi) umgesetzt werden.
Vom ersten Tag an kooperierte die Mannschaft aus Tavullia mit Ducati Corse. Das Timing hätte nicht besser sein können Der Aufbau des Teams mit Motorrädern aus Bologna erfolgte in jener Phase, als Corse-Chef Gigi Dall’Igna die Desmosedici mit seiner Technik auf ein für lange Zeit unerreichbares Niveau schraubte. Ohne das Spitzenmaterial wäre das noch junge Team wohl nicht in der Lage gewesen, bereits im zweiten Jahr auf Platz 3 der WM (mit Marco Bezzecchi) abzuschließen.
Noch enger wurde die Verbindung mit dem Deal für ein aktuelles Werksmotorrad ab der Saison 2025. Doch bekanntermaßen konnte Pilot Fabio Di Giannantonio den Sonderstatus im vergangenen Jahr genauso wenig nutzen wie Ducati-Lenovo-Werksfahrer Pecco Bagnaia. Über weite Strecken der Saison musste sich «Diggia» sogar Teamkollege Morbidelli auf der Vorjahres-Ducati geschlagen geben. Erst im Finale stellte den Boxennachbar in den Schatten – Platz 6 in der WM hinter Bagnaia und vor Morbidelli.
Der leichte Dämpfer und die Tatsache, dass man in der Ducati-Teamwertung nur an dritter Position ins Ziel kam, taten der Verbindung keinen Abbruch. Auch 2026 ist Fabio Di Giannantonio technisch wieder gleichgestellt und Reiter einer GP26. Wer 2027 für VR46 Racing aufsteigt, das ist aktuell noch ungewiss, doch als sicher gilt: Weiter geht es auch mit nur noch 850 ccm mit Ducati.
Bereits während der Teamvorstellung im Januar in Rom hatte Teamdirektor Alessio «Uccio» Salucci die fabelhafte Zusammenarbeit mit Ducati Corse herausgestrichen und betont, dass man auch in Zukunft an die Entwicklungen aus Bologna glaubt. Jüngste Berichte in italienischen Medien bekräftigen, dass VR46 und Ducati kurz vor einer Vertragsverlängerung für die Zeit nach 2026 stehen.
«Wir reden nur noch über Details und stehen kurz vor einer Unterschrift. Ich denke, schon nächsten Monat könnte eine Veröffentlichung stattfinden«, so Salucci. Auch auf das Gerücht eines möglichen Wechsels zu Aprilia ging der engste Vertraute von Teameigner Rossi ein: «Wir haben schon einmal darüber gesprochen, man kennt sich, ich kenne Massimo Rivola seit vielen Jahren – aber ernsthaft darüber nachgedacht haben wir nicht.»
Gegenüber den Kollegen von
Hintergrund der noch fehlenden Unterschrift: Auch Ducati hat formell als Hersteller noch keinen Vertrag über die Teilnahme an der MotoGP für die Jahre 2027 bis 2031. Zwar wurden von allen Herstellern Absichtserklärungen abgegeben, doch noch sind die umfänglich neu ausgearbeiteten Vertragswerke zwischen den Herstellern und der nach der Übernahme durch Liberty Media
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