Toto Wolff über Force India: «Rivalität kocht hoch»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Ein Freund von Veränderungen: Toto Wolff

Ein Freund von Veränderungen: Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff weiss genau, wie gross die Herausforderung ist, den Konkurrenzkampf im eigenen Team unter Kontrolle zu halten. Dennoch ist er überzeugt: «Ich muss Force India keine Tipps geben.»

Das WM-Duell zwischen den beiden früheren Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg und Lewis Hamilton hat Motorsportdirektor Toto Wolff und F1-Aufsichtsratschef Niki Lauda mehr als einmal beschäftigt. Die Teamführung musste speziell gegen Ende des letzten Jahres viel Energie aufwenden, damit der Konkurrenzkampf zwischen den Silberpfeil-Stars nicht ausartete.

Auch wenn das Force India-Team nicht an der Spitze der WM kämpft, bahnt sich auch beim kleinen Privatteam aus Silverstone eine harte teaminterne Rivalität an. Aufsteiger Esteban Ocon und Routinier Sergio «Checo» Pérez sind sich auf der Piste schon mehrmals in die Quere gekommen. Dennoch will Mercedes-Mann Wolff, der die Geschehnisse bei Force India mit Blick auf Mercedes-Schützling Ocon besonders aufmerksam mitverfolgt, keine Tipps für seine Kollegen abgeben.

In einer online durchgeführten Fan-Fragerunde erklärt der Wiener: «Ich kenne Esteban natürlich. Vijay (Mallya, Anm.) kennt sich in der Formel 1 aus, Otmar (Szafnauer, Anm.) ebenso und Bob (Fernley, Anm.) auch. Ich muss ihnen keine Tipps geben. Es ist nur wichtig, die Situation im Griff zu behalten. Die Rivalität kocht offensichtlich hoch. Es geht darum, dass Esteban zeigt, wozu er im Stande ist und Checo will das nicht so hinnehmen...»

Im eigenen Team konnte der Streit durch den überraschenden Rücktritt von Rosberg aus der Welt geschafft werden. Doch nicht nur der Deutsche verliess das Team, auch Technikchef Paddy Lowe kehrte dem Werksteam den Rücken, um zum Mercedes-Motorenkunden Williams zurückzukehren. Trotz der personellen Veränderungen und der Herausforderungen, die sich durch die umfangreichen Regeländerungen ergaben, schaffte es die Sternmarke, auch 2017 konkurrenzfähig aufzutreten.

Wolff betont: «Veränderungen sind gut. Sie müssen vorkommen. Ein Rennteam wie Mercedes ist keine statische Organisation. Du kannst nicht einfach alles einfrieren und sagen: Alle bleiben auf der gleichen Position, wir sind erfolgreich und wir wollen nicht, dass jemand seinen Job wechselt. So funktioniert es nicht, denn es rücken sehr gute Talente nach, die sich in ihrer Karriere natürlich verbessern wollen.»

Und der 45-Jährige fügt an: «Es gibt neue Herausforderungen, neue Regeln, Ineffizienzen, derer man sich annehmen muss. Es ist ein stetiger Prozess. Darwin sagte: Die Art, die sich am besten anpasst, überlebt. Das Team ist eine Art, die sich ständig verändert.»

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