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Long Beach (USA): IndyCar bleibt, kein Formel-1-GP

​Formel-1-CEO Chase Carey will den Formel-1-Sport in den USA breiter aufstellen. Die Rede ist von New York, Miami und Las Vegas. Eine Rückkehr nach Long Beach (Kalifornien) wird es nicht geben.

Formel 1

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Formel-1-Grossaktionär Liberty Media wittert in den USA für den GP-Sport gewaltiges Wachtumspotenzial. Formel-1-Geschäftsleiter Chase Carey möchte mehr WM-Läufe in Nordamerika sehen, am liebsten in aufregenden Städten wie New York, Miami oder Las Vegas.

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Viele Formel-1-Fans haben sich immer gefragt: Wieso kehrt die Königsklasse nicht einfach an jenen Ort zurück, wo ab 1976 gefahren wurde – nach Long Beach, Kalifornien?

Das hat sich auch der Stadtrat von Long Beach gefragt. Vor zehn Monaten hatte er eine Studie in Auftrag gegeben, welcher Weg begangen werden soll. Weiter IndyCar-Rennen? Rückkehr zur Formel 1? Eine andere Rennserie?

In einer Mitteilung der Stadt heisst es nun: "Der Auswahlausschuss ist zum Ergebnis gelangt, dass die "Grand Prix Association of Long Beach" am meisten qualifiziert ist, ein Autorennen in unserer Stadt durchzuführen." Die GPALB will das IndyCar-Rennen behalten, ein entsprechender Vertrag läuft mit Ausgabe 2018 ab.

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Jim Michaelian, CEO der 1975 gegründeten GPALB: "So weit, so gut, aber nun muss der Stadtrat am 8. August verbindlich zusagen. Wir glauben aber, die Nachricht der Stadt ist ein starker Schritt in die richtige Richtung."

Der Stadtrat von Long Beach hatte bei den weltweit tätigen Wirtschaftsprüfern von KPMG für 150.000 Dollar eine Studie finanziert, was IndyCar oder was die Formel 1 der Stadt bringen. Wichtiger noch: Welcher Aufwand notwendig ist für das eine oder für das andere Autorennen.

KPMG war zum Schluss gekommen, dass die hohe Antrittsgebühr und die Verbesserung der Infrastruktur zwei elementare Gründe sind, die gegen die Formel 1 sprechen.

In Long Beach fand von 1976 bis 1983 acht Mal der "Grosse Preis der USA West" statt – mit acht verschiedenen Siegern! Von Clay Regazzoni 1976 im Ferrari über Mario Andretti 1977 (Lotus), Carlos Reutemann 1978 (Ferrari), Gilles Villeneuve 1979 (Ferrari), Nelson Piquet 1980 (Brabham), Alan Jones 1981 (Williams), Niki Lauda 1982 (McLaren) bis John Watson 1983 (McLaren). Dann wurde den Kaliforniern die Formel 1 zu teuer, seither finden auf dem Strassenkurs IndyCar-Rennen statt.

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McLaren-Direktor Zak Brown, selber Kalifornier, glaubte ohnehin nie an die Rückkehr des GP-Sports nach Long Beach: "Das Rennen von Long Beach ist eine tolle Veranstaltung mit einer wunderbaren, mehr als 40 Jahre alten Historie. Aber die wirtschaftliche Realität der Formel 1 gebietet, dass sich die Regierung an den Kosten beteiligten müsste, und ich sehe null Anzeichen dafür, dass dies geschieht. Die zweite Hürde sind die Auflagen der FIA, um einer Piste die erste Güteklasse zu schenken, Voraussetzung zur Austragung eines WM-Laufs. Die heutige Bahn müsste verlängert werden, wir bräuchten mehr Auslaufzonen, eine neue Boxenanlage. Die Strecke liegt im Hafengebiet, da bist du von den Möglichkeiten eingeschränkt. Du bräuchtest Bewilligungen der betreffenden Behörde, das ist die kalifornische Küstenkommission. Selbst wenn ein Okay käme, reden wir hier von Baukosten in Höhe von zwanzig oder dreissig Millionen Dollar. Ich sehe keinen Weg, dass ein solcher Aufwand privat finanziert wird – weil die Aussichten gering sind, die Kosten wieder einzuspielen. Also bliebe die Rechnung beim Bundesstaat Kalifornien oder bei der Stadt Long Beach liegen."

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