Daniel Ricciardo nach Start-Crash: «Bereue es nicht»

Von Otto Zuber
Formel 1
Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo

Trotz Start-Crash schaffte es Red Bull Racing-Star Daniel Ricciardo im Brasilien-GP als Sechster über die Ziellinie. Auf seiner Aufholjagd zeigte der Australier einige mutige Überholmanöver, für die er viel Lob erntete.

Die Formel-1-Experten waren nach dem Brasilien-GP voll des Lobes für Daniel Ricciardo, der wegen einer Motor-Strafe (neue MGU-H-Einheit) vom 14. Startplatz losfahren musste, obwohl er im Qualifying die fünftschnellste Runde gedreht hatte. Der Red Bull Racing-Star erwischte einen guten Start, wurde dann aber in eine Kettenreaktion verwickelt, die von Kevin Magnussen ausging. Der Däne kam mit seinem Haas-Renner dem McLaren-Talent Stoffel Vandoorne in die Quere und drückte diesen in Ricciardo hinein.

Der Australier drehte sich ins Aus, hatte dabei aber Glück im Unglück und konnte weiterfahren. Im Anschluss zeigte er eine beherzte Fahrt, für die er schliesslich mit dem sechsten Platz belohnt wurde. Und weil er wieder einmal mit starken Überholmanövern glänzte, gab es für den Lockenkopf hinterher auch viel Lob. So schwärmte etwa Teamchef Christian Horner: «Daniel hat wie immer ein sehr starkes Rennen gezeigt und einige grossartige Überholmanöver gewagt. Das war absolute Spitzenklasse und der sechste Platz wahrscheinlich das bestmögliche Ergebnis, das er heute erzielen konnte.»

Ricciardo selbst erklärte: «Beim Start wurde ich in der zweiten Kurve sozusagen eingeklemmt, ich sah meine Chance auf der Aussenseite und zog raus. Ich bin natürlich nicht naiv und weiss, dass es aussen immer etwas riskant ist, aber es ist auch die beste Chance, beim Start einige Positionen zu holen. Deshalb bereue ich es auch nicht, dass ich es versucht habe.»

Zum Crash sagte der 28-Jährige: «Ich weiss noch nicht genau, was passiert ist, aber ich glaube, die Anderen sind in mich hineingerutscht. Ich habe ihnen so viel Platz wie möglich gelassen. Aber ja, ich wurde erwischt und zum Glück ging das Auto nicht kaputt, nur der Reifen wurde in Mitleidenschaft gezogen.»

Die anschliessende Zeitenjagd bereitete ihm viel Freude, versicherte Ricciardo auch: «Ich war zwar nicht ganz so schnell wie Lewis Hamilton, der von noch weiter hinten kam und seinen Motor aufdrehen durfte, während ich meinen geschont habe. Aber ich habe mich so schnell wie möglich durchs Feld gepflügt und viel Spass gehabt. Die letzten 15 Runden war ich alleine und musste nur die Reifen schonen, doch davor war es sehr vergnüglich. Ich würde sagen, dass das Rennen etwa zu 75 Prozent sehr unterhaltsam war.»

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