Paul Di Resta: «Du gibst den Traum nicht auf»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Paul Di Resta

Paul Di Resta

Als Williams-Reservist und TV-Experte ist Paul Di Resta immer noch in der Formel 1 anzutreffen. Noch lieber würde er aber wieder in einem Formel-1-Renner Gas geben, betont der DTM-Pilot.

«Wenn du eine gute Beziehung zu ihnen hast und ihnen gibst, was sie möchten, kann es für beide Seiten von Vorteil sein. Du musst auf das Gesamtbild achten und an die Zukunft denken», sagt Paul Di Resta über die Medien. Es ist eine späte Einsicht, denn während seiner Zeit als aktiver Formel-1-Pilot glänzte der frühere GP-Pilot vor allem hinter dem Lenkrad.

Vor der TV-Linse und im Gespräch mit Journalisten schaffte es der heute 31-Jährige jeweils sehr erfolgreich, einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Wortkarg, augenrollend und mit einem genervten Unterton gab er jeweils widerwillig Auskunft – egal, ob es um seine Set-up-Probleme oder seine kulinarischen Vorlieben ging.

Bald liessen sich selbst die britischen Kollegen nur noch sporadisch zu den Medienterminen des Force India-Piloten blicken, und das war ganz nach Di Restas Geschmack. Mittlerweile sieht er aber ein, dass er sich damit einen Bärendienst erwiesen hat. «Ein gutes Verhältnis zu anderen Menschen kann der Schlüssel dazu sein, wie sie dich als Person wahrnehmen», predigt der Rennfahrer, der seit 2014 wieder in der DTM unterwegs ist.

Seinen Formel-1-Traum hat er aber noch nicht aufgegeben. Wie Robert Kubica hofft auch der Williams-Reservist auf eine Chance beim Privatrennstall aus Grove. Dort ist noch das zweite Cockpit neben Nachwuchshoffnung Lance Stroll zu vergeben. «Natürlich würde ich gerne noch in der Formel 1 fahren, denn das sind die schnellsten Rennautos. Das fasziniert dich als Fahrer. Du gibst diesen Traum nicht auf», betont er.

Di Resta weiss aber auch: «Ich gehöre zu den wenigen Glücklichen, die dieses Ziel in ihrer Karriere erreicht haben. Viele haben das Talent dazu, aber schaffen es gar nicht soweit. Deshalb kann ich zurückblicken und sagen: Ja, ich habe es getan und ich habe es geliebt.»

Entsprechend schwer fiel ihm der Abschied. «Es war sehr emotional und hart. Ich habe es vor dem Rennen in Brasilien erfahren. Ich lag gerade auf dem Massage-Tisch und konnte ein Gespräch im Nebenraum mithören, das ich nicht hätte hören sollen. Deshalb war es ziemlich hart, mich an diesem Abend vom Team zu verabschieden. Ich hatte einfach einen Klops im Hals», gesteht der frühere GP-Pilot, der zwischen 2011 und 2013 58 GP-Einsätze für Force India bestritten hat.

Sein jüngstes Formel-1-Rennen durfte der DTM-Champion von 2010 übrigens in diesem Jahr bestreiten. Als Ersatz für den erkrankten Stammfahrer Felipe Massa nahm er am Ungarn-GP teil. Di Resta schaffte allerdings nur 60 der 70 Rennrunden, ein Ölleck sorgte für das verfrühte Aus des Ersatzpiloten.

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