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Sebastian Vettel: George Russell/Mercedes werden 2026 Weltmeister!
Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel bei ServusTV über das neue F1-Reglement, die Biokraftstoffe und das Design von Adrian Newey. Und warum Vettel an einen Russell-WM-Titel 2026 glaubt.
Formel 1
Im Artikel erwähnt


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Bei einer Spezialausgabe der ServusTV-Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7», diesmal ausnahmsweise aus dem Verkehrshaus Schweiz in Luzern, war am Montagabend neben Christian Klien (43), Marc Surer (74) auch Aero-Experte Philipp Brändle (38) auch der vierfache Formel-1-Champion Sebastian Vettel (38) zu Gast. Diskussionsstoff gab es mit dem neuen Reglement in der Formel 1 genügend.
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Sebastian Vettel über die neuen Autos: «Eigentlich kommt dieses Reglement aus dem Jahr 2015. Man hat es jetzt nochmals abgewandelt, auch wegen der neuen Hersteller. Jetzt ist noch mehr Komplexität dazugekommen. Das Problem ist jetzt die Energie, die man zurückgewinnen kann. Jetzt hat man lauter Tweaks eingebaut, um all das zu kaschieren.» Noch gibt es viele Fragen: «Wieviel Dirty-Air gibt es jetzt? Es kann sein, dass man sich nicht mehr heransaugen kann – gibt es noch weniger Überholmanöver.» Vettel hat sich viele Gedanken zur Außendarstellung gemacht: «Man transportiert das Gefühl auch nach außen, wenn die Autos mega cool zu fahren sind. Das sind ja dann Helden, die diese Autos bändigen können. Wenn der Fahrer das aber nicht mehr transportiert, dann ist es schon ein Scheideweg. Es ist dann vielleicht zu abgespaced.» Vettel ahnt: «Es wird immer Fahrer geben, die damit leichter zurechtkommen. Zu früh einzugreifen, ist auch schwer. Es ist aber wichtig, dass man die DNA der Formel 1 nicht verliert. Es ist die maximale Herausforderung, die Autos durch die Kurven zu bewegen. Es ist nicht entscheidend, ob man auf der Geraden 10 oder 15 km/h mehr hat. Aber es geht um die Kurven!»
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Zum Fahrverhalten der neuen Motoren mit dem Bio-Kraftstoff sagt Vettel, der sich viel für die Umwelt engagiert: «Man kann jetzt streiten, ob es die gleiche Leistung ist. Wenn es ein paar PS weniger sind, ist es nicht schlimm. Aber ich kann sagen: Es brummt genauso wie früher. Bei den alten Autos musste man das Mapping etwas anpassen. Ich glaube, es ist ein sinnvoller Schritt. Man hätte es auch früher machen sollen. In der Formel 2 und der Formel 3 wurde das ja schon umgesetzt. Es ist ein nötiger Schritt auch insgesamt.»
Vettel mahnt aber auch: «Man will nicht, dass man einen Wald rodet, um dann irgendwas zu pflanzen, um damit wieder Sprit zu erzeugen. Es ist eine Brücken-Technologie und die Formel 1 kann was dazu beitragen. Die kritische Frage ist, ob die Formel 1 da nicht drüber rausgeschossen ist. Die Frage ist auch, ob das auch in Serie gehen kann. Man darf aber auch den Sport nicht aus den Augen verlieren: Die Fahrer, die das transportieren, und die Zuschauer, die man riskiert zu verlieren.»
Die Forschung in dem Bereich sieht Vettel generell positiv, aber er schränkt ein: «Man muss wissen, was relevant ist. Vieles kostet jetzt in der Formel 1 sehr viel Geld. Es ist aber die Frage, was es bringt. Bei den Kraftstoffen bin ich voll dabei. Nur: Die Formel 1 muss ja auch die Show transportieren! Aber Benzinparty alle zwei Wochen muss auch nicht sein.» Zu den Spritkosten verrät Vettel aus seiner Zeit: «In der Vergangenheit waren es zwischen 30 und 50 Dollar pro Liter. Wieviel es jetzt ist, weiß ich – ich kann es aber nicht sagen. Es ist jedenfalls sehr teuer! Man muss aber sehen, wieviel die Formel 1 da jetzt bewegen kann. Man könnte ja zum Beispiel den Müll auf den Meeren einsammeln und daraus Kraftstoff machen. Die Formel 1 kann das. Sie hat die Ressourcen, auch wenn es teuer ist im Moment. Es ist kompliziert mit den Auflagen, aber es ist auch sehr spannend. Es ist die Frage, ob man in den nächsten Jahren da noch mehr auf diese Bereiche setzt.»
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Zu seinem früheren Team Aston Martin und Design-Superhirn Adrian Newey (67), den er noch von Red Bull Racing kennt, sagt Vettel: «Es hat ja noch nicht angefangen. Aber Adrians Autos waren immer schon extrem. Adrian ist ja in einer anderen Rolle jetzt als Teamchef. Es ist auch schwer im Moment, mit den Zeiten umzugehen. Jetzt sind die Abstände noch größer. Die ganzen Entwicklungen werden auch bewirken, dass die Streuung noch größer wird.» Als Weltmeister-Tipp für die Saison 2026 bringt Vettel übrigens einen Briten: «Ich sage George Russell und Mercedes! Ich weiß, dass er sehr clever ist und viel an sich arbeitet. Er ist so clever, dass er weiß, was er tun muss, um den Unterschied zu machen.»
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