Fernando Alonso beleidigt Honda: «Keine Experimente»

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Der Spanier Fernando Alonso kann sich eine Verbalspitze gegen den früheren McLaren-Partner Honda nicht verkneifen und verhöhnt die Japaner: «Wir haben jetzt endlich einen Motor und kein Experiment.»

Fernando Alonso weilte an diesem Dienstag nicht die ganze Zeit über an der Rennstrecke. Er tauchte stattdessen an der grössten Mobilfunkmesse Europas auf, die derzeit in Barcelona stattfindet. Vielleicht war es ganz gut, dass sich der Weltmeister von 2005 und 2006 am Circuit de Barcelona-Catalunya ein wenig rar machte. Sonst hätte der Asturier ziemlich viele Fragen beantworten müssen.

Denn im Anschluss an die Journalistenrunde mit englischsprachigen Medienvertretern gab es nach dem ersten Barcelona-Testtag noch eine zweite Runde, für spanische Kollegen. Da zeigte sich, dass der Stachel Honda bei Alonso noch immer tief sitzt. Kein Wunder bei drei Jahren Frustration.

Jedenfalls meinte der 32fache GP-Sieger: «Ich sehe überhaupt keinen Grund, warum wir 2018 nicht konkurrenzfähig sein sollten. McLaren ist einer der besten Rennställe der Formel 1, wenn nicht das beste Team überhaupt. Ich rede jetzt vom historischen Zusammenhang. Wenn ich weiss, wozu wir beim Chassis fähig waren, dann glaube ich fest an uns. Wir haben nun einen Motor, der kein Experiment ist. Wir haben einen Motor, der in seiner 2017er Version Rennen gewonnen hat (mit Red Bull Racing, die Redaktion). Zudem haben wir zwei weitere Rennställe, welche mit diesem Triebwerk arbeiten. Will heissen: Wenn wir Probleme haben, dann kann jedes der anderen Teams dazu beitragen, dass Lösungen schneller gefunden werden. Wenn ich das alles bedenke, dann bin ich wirklich guter Dinge.»

«Ein gutes Beispiel war der erste Testtag. Da konnten wir zwei Stunden lang nicht fahren, aber inzwischen haben die anderen Renault-Teams an Themen wie Fahrbarkeit oder Energierückgewinnung gearbeitet. Das alles hilft uns.»

Der Belgier Stoffel Vandoorne bestätigte mit guten Rundenzeiten am Dienstag den ersten Eindruck von Alonso. Auch wenn McLaren an Kinderkrankheiten litt – der Auspuff verrutschte und kokelte die Motorverkleidung an. Auch das gehört zu Wintertests.

Barcelona-Test, Tag 2 (Dienstag)

1. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H, 1:19,673 (98)
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:19,976 (94)
3. Stoffel Vandoorne (B), McLaren MCL33-Renault, 1:20,325 (37)
4. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:20,326 (67)
5. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:21,212 (65)
6. Pierre Gasly (F), Toro Rosso STR13-Honda, 1:21,318 (80)
7. Robert Kubica (PL), Williams FW41-Mercedes, 1:21,495 (41)
8. Sergey Sirotkin (RU), Williams FW41-Mercedes, 1:21,822 (52)
9. Esteban Ocon (F), Force India VJM11-Mercedes, 1:21,841 (79)
10. Charles Leclerc (MC), Sauber C37-Ferrari, 1:22,721 (81)
11. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-18-Ferrari, 1:22,727 (32)

Barcelona-Test, Tag 1 (Montag)

1. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:20,179 (103 Runden)
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:20,349 (58)
3. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF71H, 1:20,506 (80)
4. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:20,547 (73)
5. Fernando Alonso (E), McLaren MCL33-Renault, 1:21,339 (47)
6. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:22,168 (26)
7. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+, 1:22,327 (25)
8. Brendon Hartley (NZ), Toro Rosso STR13-Honda, 1:22,371 (93)
9. Lance Stroll (CDN), Williams FW41-Mercedes, 1:22,452 (46)
10. Romain Grosjean (F), Haas VF-18-Ferrari, 1:22,578 (55)
11. Marcus Ericsson (S), Sauber C37-Ferrari, 1:23,408 (63)
12. Nikita Mazepin (RU), Force India VJM11-Mercedes, 1:25,628 (22)
13. Sergey Sirotkin (RU), Williams FW41-Mercedes, 1:44,148 (23)

Und so geht es am Mittwoch, 28. Februar, weiter:

Barcelona-Test, Tag 3, Fahrer

Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF71H
Sergio Pérez (MEX), Force India VJM11-Mercedes
Romain Grosjean (F), Haas VF-18-Ferrari
Fernando Alonso (E), McLaren MCL33-Renault
Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+
Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18
Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer
Marcus Ericsson (S), Sauber C37-Ferrari
Brendon Hartley (NZ), Toro Rosso STR13-Honda
Lance Stroll (CDN), dann Robert Kubica (PL), Williams FW41-Mercedes

Die wichtigsten Termine 2018

Wintertests
26. Februar bis 1. März: Circuit de Barcelona-Catalunya
6. bis 9. März: Circuit de Barcelona-Catalunya

Testfahrten innerhalb der Saison
15./16. Mai: Circuit de Barcelona-Catalunya
31. Juli/1. August: Hungaroring

Formel-1-WM
25. März: Australien (Melbourne)
8. April: Bahrain (Sakhir)
15. April: China (Shanghai)
29. April: Aserbaidschan (Baku)
13. Mai: Spanien (Barcelona)
27. Mai: Monaco (Monte Carlo)
10. Juni: Kanada (Montreal)
24. Juni: Frankreich (Le Castellet)
1. Juli: Österreich (Spielberg)
8. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
22. Juli: Deutschland (Hockenheim)
29. Juli: Ungarn (Budapest)
26. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
2. September: Italien (Monza)
16. September: Singapur
30. September: Russland (Sotschi)
7. Oktober: Japan (Suzuka)
21. Oktober: USA (Austin)
28. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
11. November: Brasilien (São Paulo)
25. November: Abu Dhabi (Insel Yas)

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