Toto Wolff (Mercedes): Was er vor Australien-GP denkt

Von Mathias Brunner
Formel 1
Toto Wolff

Toto Wolff

​Mercedes-Teamchef Toto Wolff über den Speed von Lewis Hamilton und den Crash von Valtteri Bottas: Ein Abschlusstraining zum Grand Prix von Australien in Melbourne als Wechselbald der Gefühle.

Ein Silberpfeil im Glanz der Pole-Position, ein Silberpfeil in Trümmern – Glück und Leid liegen in der Formel 1 sehr dicht beisammen. So hatte sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff das nicht vorgestellt: Seine Jungs mussten in Australien eine Extraschicht schieben, weil Valtteri Bottas den Mercedes in die Reifenstapel gesetzt hatte. Wolff: «Gut ist, dass Valtteri okay ist. Gut ist auch, dass das Monocoque nicht beschädigt worden ist. Weniger gut ist, dass wir das Getriebe wechseln mussten und viel Arbeit haben. Und dass Bottas vom 15. Platz losfahren muss. Das macht ein gutes Team-Ergebnis nicht einfacher, zumal sich die Konkurrenz als stark erwiesen hat.»

Viel ist im Fahrerlager von der schärfsten Motoreinstellung des Mercedes-Motors die Rede, ein wenig salopp als «Party-Modus» genannt. Toto Wolff stellt klar: «Wir haben von Quali 2 zu Quali 3 die Motoreinstellung verschärft, nicht aber innerhalb des dritten Qualifikations-Teils. Da hat allein Lewis den Unterschied gemacht. Seine Runde war unfassbar gut.»

Was erwartet Wolff fürs Rennen? Mit besonderem Augenmerk auf Red Bull Racing, die mit dem superweichen Reifen starten werden, um sich durch geschichte Strategie nach vorne zu drängeln. Toto meint: «Abgesehen von Hamiltons Wunderrunde ist das eine enge Kiste da vorne. Also erwarte ich das auch im Rennen. Wenn Andere eine unterschiedliche Reifenstrategie fahren, dann ergibt das immer die Möglichkeiten, den Gegner zu unterschneiden, also früher an die Box zu kommen, um neue Reifen abzuholen, oder länger auf der Bahn zu bleiben. Wir sind wachsam und nehmen unsere Gegner überaus ernst.»

«Wenn wir den grössen Teil der Runden aus dem ganzen Training vergleichen, dann lagen die Autos der Spitzenteams immer dicht beisammen. Und dann haute Hamilton diese Runde raus. Also gehe ich davon aus, dass wir keinen Vorsprung von sechs Zehnteln auf die Gegner haben, sondern dass wir mit viel Gegenwind rechnen müssen. Und so wird das wohl auch weitergehen. Ich bin da stets ein wenig Pessimist. Die Realität ist eher, dass die Gegner in unserer Nähe liegen. Aber die Wahrheit darüber werden wir erst im Laufe der kommenden Rennen erfahren.»

Zu den Auswirkungen des Unfalls von Bottas auf das Nervenkostüm des Finnen meint Wolff: «Klar kann ein solcher Crash gerade im ersten Abschlusstraining Auswirkungen haben. Es ist dann unsere Aufgabe, den Fahrer aufzubauen und ihm klar zu machen, dass wir das abhaken und nach vorne schauen. In solch einem Moment gibt es Fahrer, die sich dann Fragen stellen. Wir zeigen Verständnis und dramatisieren nichts, wir erzeugen keinen unnötigen Druck.»

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