Toto Wolff: «Schmerzvollster Tag der letzten 6 Jahre»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff: «Ein Doppelausfall in Folge von Zuverlässigkeitsproblemen liegt uns schwer im Magen»

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff: «Ein Doppelausfall in Folge von Zuverlässigkeitsproblemen liegt uns schwer im Magen»

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff musste beim neunten Formel-1-Kräftemessen des Jahres in seinem Heimatland einen schmerzlichen Doppelnuller hinnehmen. Nach dem Österreich-GP sprach der Wiener Klartext.

Als hätte es Toto Wolff geahnt! Nach dem Qualifying auf dem Red Bull Ring, in dem seine Schützlinge Valtteri Bottas und Lewis Hamilton die erste Startreihe erobert hatten, warnte der Mercedes-Motorsportdirektor: «Die Punkte gibt es erst im Rennen.» Für die Silberpfeile gab es aber statt des erhofften Doppelsieges eine dicke Doppelnull.

Für Polesetter Bottas war das Rennen bereits in der vierzehnten Runde gelaufen. Der Finne stellte seinen Renner ab, weil er plötzlich keinen Hydraulikdruck mehr hatte. Sein Teamkollege kam immerhin bis zur 63. Runde, dann hatte er plötzlich keinen Benzindruck mehr. «Für das Team und mich ist das der schmerzvollste Tag der letzten sechs Jahre», seufzte der ehrgeizige Wiener nach dem bitteren Aus der Silberpfeile. «Auf diese Art und Weise durch unsere eigenen Fehler und Zuverlässigkeitsprobleme einen möglichen Doppelsieg zu verlieren, tut einfach nur höllisch weh.»

«Wir haben eine spektakuläre erste Runde erlebt: Lewis kam grossartig weg und Valtteri kämpfte sich beim Anbremsen von Kurve 4 auf Platz 2 zurück. In den ersten 13 Runden sah es gut für uns aus. Beide Fahrer hatten das Rennen unter Kontrolle und achteten gut auf ihr Tempo», schilderte Wolff. «Dann kam der erste Rückschlag, als Valtteri vor seinem Ausfall plötzlich den Hydraulikdruck verloren hat. Das sorgte für eine virtuelle Safety-Car-Phase.»

«Wir entschlossen uns dazu, Lewis für eine Runde draussen zu lassen, weil wir dachten, dass es länger dauern würde, Valtteris Auto von der Piste zu schaffen. So hätten wir auf der nächsten Runde darauf reagieren können, was die Autos hinter uns machten. Aber das Feld durfte früher als erwartet wieder Vollgas geben und damit hatten wir schlicht und einfach die falsche Entscheidung getroffen», übte sich der Österreicher in Selbstkritik.

«Dadurch hatte Lewis eine schwierige Aufgabe vor sich. Wir holten ihn bald nach der Wiederaufnahme des Rennens herein, um ihn auf die weichen Reifen zu setzen. Danach musste er versuchen, Boden gutzumachen. Dabei bildeten sich an seinen Hinterreifen Blasen, er verlor eine Position an Sebastian Vettel und wir entschieden uns dazu, ihn noch einmal hereinzuholen, da wir dadurch nichts zu verlieren hatten. Aber kurz darauf fiel er mit einem Verlust des Benzindrucks aus», fügte Wolff an.

«Ein Doppelausfall in Folge von Zuverlässigkeitsproblemen liegt uns schwer im Magen, aber wir wissen aus schmerzhafter Erfahrung, dass wir aus den schwierigen Tagen am meisten lernen», übte er sich in Zweckoptimismus. Und das Oberhaupt der Silberpfeile versprach: «Wir werden uns in den nächsten Tagen wieder aufrichten, aus unseren Fehlern lernen und erhobenen Hauptes nach Silverstone reisen. Das ist ein Heimrennen für unsere vielen Teammitglieder in Brackley und Brixworth und wir werden versuchen, dort gestärkt zurückzuschlagen und unsere Fehler von heute wiedergutzumachen.»

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