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Ferrari trauert: Ex-Präsident Sergio Marchionne tot

Traurige Nachricht aus Zürich: Sergio Marchionne ist gestorben. Der Ex-Ferrari-Präsident und frühere Chef der Fiat-Chrysler-Gruppe hat sich nach seiner Operation im Zürcher Universitätsspital nicht mehr erholt.

Formel 1

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Der frühere Ferrari-Präsident Sergio Marchionne, der 2004 die Zügel in der Fiat-Chrysler-Gruppe übernommen und den Autobauer saniert hatte, ist nach einer Operation im Zürcher Universitätsspital verstorben. Der ehemalige Spitzenmanager wurde 66 Jahre alt.

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Zunächst war von einer Operation an der Schulter des Fiat-Sanierers die Rede, doch bald schon wurde im italienischen Blätterwald offen über eine Krebserkrankung des Italo-Kanadiers spekuliert. Diese Gerüchte wollte weder die Familie noch das Unternehmen Fiat Chrysler bestätigen. Auch das Zürcher Krankenhaus berief sich auf die ärztliche Schweigepflicht.

Deshalb ist auch nicht klar, was beim Eingriff genau passiert oder schief gelaufen ist. Die Kollegen der Zeitung "Stampa" aus Turin sprachen von einer rapiden Verschlechterung seines Zustands nach dem Eingriff. Dabei soll der Fiat-Sanierer ins Koma gefallen sein. Dies bestätigt auch ein Bericht der italienischen Agentur Ansa, die den Zustand des ehemaligen Spitzenmanagers als "gleichbleibend unumkehrbar", bezeichnet hatte.

Marchionne schaffte das, was nur wenige für möglich gehalten hatten: Er brachte Fiat durch einen rigorosen Umbau und Sparkurs wieder auf die Erfolgsspur. Der Sohn eines Polizisten verpasste dem angeschlagenen Konzern die rettende Rosskur, realisierte den Zusammenschluss mit Chrysler und brachte als Nachfolger des langjährigen Ferrari-Präsidenten Luca di Montezemolo die Marke mit dem sich aufbäumenden Pferdchen an die Börse.

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Mit Erfolg: Die Fiat-Chrysler-Gruppe erwirtschaftete 2017 einen Gewinn von 3,5 Milliarden Dollar, im Frühsommer konnte Marchionne stolz bestätigen, dass das Unternehmen schuldenfrei sei. Im Frühsommer stellte er auch seine Vision für die kommenden Jahre vor, obwohl er selbst nur bis 2019 Konzern-Oberhaupt bleiben wollte. Den Posten des Ferrari-Präsidenten hatte er hingegen behalten wollen.

Doch die gesundheitlichen Probleme Marchionnes zwangen Fiat-Chrysler-Vorstandschef John Elkann bereits in der vergangenen Woche, sämtliche Posten neu zu besetzen. Als CEO setzte er den Engländer Mike Manley ein, der zuletzt für die Marke Jeep verantwortlich war. Als neuer Vorstandschef von Ferrari wurde der frühere Chef des Tabakriesen Philip Morris, Louis Carey Camilleri, installiert. Als Ferrari-Präsident fungiert Elkann selbst, der auch Präsident von Fiat ist.

"Leider ist nun eingetreten, was wir befürchtet haben. Mit Sergio Marchionne ist ein grosser Mann und Freund von uns gegangen", schreibt Elkann in einer Mitteilung. "Der beste Weg, ihn in Ehren in Erinnerung zu behalten, ist auf sein Vermächtnis aufzubauen."

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