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Toto Wolff: «Mercedes war nicht das schnellste Auto»

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff lässt sich von Lewis Hamiltons Sieg in Hockenheim nicht in beirren. Der Wiener weiss: Mercedes hatte nicht das schnellste Auto. Und auch in Ungarn erwartet er kein leichtes Spiel.

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"Wir hatten in dieser Saison schon unsere Portion Pech, aber in Hockenheim hatten wir das Gefühl, dass sich das Blatt gewendet hat", hält Toto Wolff rückblickend fest. Zu Recht, denn der Mercedes-Motorsportdirektor durfte in der Heimat der Sternmarke auch wegen des bitteren Ausfalls von Ferrari-Star Sebastian Vettel die Ränge 1 und 2 bejubeln.

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Der Lokalmatador hatte sich in seinem Heimspiel unweit von Heppenheim einen seiner seltenen Fehler geleistet – und teuer dafür bezahlen müssen. Statt seine WM-Führung auszubauen holte sich der Ferrari-Star einen Nuller und schenkte damit seinem Titelrivalen den Sieg. Damit geriet der vierfache Champion in der Gesamtwertung wieder ins Hintertreffen. Lewis Hamilton kreuzte die Ziellinie vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas als Erster und holte sich damit seinen vierten Saisonsieg. Jetzt führt er die WM mit 17 Punkten Vorsprung auf Vettel an.

"Ein Doppelsieg ist immer ein grossartiges Ergebnis und dieses beim Heimrennen von Mercedes von den Startplätzen 2 und 14 zu erzielen, war absolut fantastisch", freut sich Wolff, der sich allerdings nichts vormacht. "Nüchtern betrachtet wissen wir jedoch auch, dass wir in Hockenheim nicht das schnellste Auto hatten", betont er.

"Die erste Saisonhälfte liegt hinter uns und wir führen in beiden Weltmeisterschaften mit einem sehr knappen Vorsprung. Jedes einzelne Teammitglied hat sehr hart gearbeitet, um dies zu ermöglichen und in unseren Werken in Brackley und Brixworth wächst die Entschlossenheit und Energie, mit der alle Mitarbeiter ans Werk gehen", erzählt der Österreicher, der auch gleich eine Kampfansage wagt: "Es ist uns bewusst, dass es keine Preise für Halbzeit-Meister gibt. Deshalb werden wir weiter alles geben, um unsere Performance zu verbessern."

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Einfach wird das aber nicht, schliesslich ist der Hungaroring, auf dem das nächste Kräftemessen der Königsklasse über die Bühne gehen wird, sowohl für den Gegner aus Maranello als auch für die Konkurrenz aus Milton Keynes ein gutes Pflaster. Das weiss auch Wolff, der prophezeit: "In Ungarn werden wir erneut einen harten Kampf gegen Ferrari und Red Bull Racing erleben. Der Hungaroring ist ein Kurs, der nach viel Abtrieb verlangt, und auf dem Papier sollten beide Gegner dort sehr schnell sein."

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"Wenn uns der Deutschland-GP aber eine Sache gelehrt hat, dann ist es die Tatsache, dass Prognosen keinen Einfluss auf das Rennergebnis haben", macht der Wiener sich und seiner Mannschaft Mut. "Wir werden jedenfalls unser Bestes geben, um mit so vielen Punkten wie möglich in die Sommerpause zu gehen", verspricht er den Mercedes-Fans.

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