Ferrari beim Barcelona-Test: Positive Zwischenbilanz von Charles Leclerc
Ferrari-Star Charles Leclerc durfte am Dienstag im SF-26 auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ausrücken. Der Monegasse erklärte, was Schwierigkeiten bereitete und worauf er besonders gespannt ist.
Die meisten Formel-1-Rennställe verzichteten angesichts des nass-kalten Wetters auf eine Teilnahme am zweiten der fünf Barcelona-Testtage. Wir erinnern uns: Jedes Team darf in dieser Woche drei Tage lang testen, diese sind innerhalb des fünftägigen Tests frei wählbar. Das Ferrari-Team, das beim Auftakt am Montag nicht mit von der Partie gewesen war, trotzte den Wetterbedingungen und schickte sowohl Charles Leclerc als auch Lewis Hamilton auf die Piste.
Ersterer durfte als Erster im SF-26 Gas geben und bis zur Mittagspause seine Runden drehen. Danach überliess er das Steuer seinem Teamkollegen aus Grossbritannien. Leclerc, der mit 64 Runden der Fleissigste der vier Test-Teilnehmer war, schwärmte nach getaner Arbeit: «Es war toll, wieder im Auto zu sitzen – einem brandneuen Auto, das sich stark von dem Fahrzeug unterscheidet, das wir bisher hatten.»
Ferrari-Performance vorerst nicht im Fokus
«Derzeit geht es vor allem darum, alles zu verstehen und sicherzustellen, dass alles richtig funktioniert, was auch der Fall war. Es waren nicht die besten Bedingungen, weil es am Morgen schon regnerisch war, aber wir konnten unser Programm dennoch abarbeiten, da es in dieser Test-Phase noch nicht um die Performance geht», erzählte der Monegasse.
«Im Fokus stehen vielmehr alle neuen Systeme und dass alles wie gewünscht funktioniert hat, ist natürlich positiv. Wir haben die ersten Checks absolviert, bei denen alles ordnungsgemäss verlaufen ist, und nun werden wir nach und nach alle anderen Posten auf unserer Checkliste durchgehen, bis wir am Ende schliesslich zu dem kommen, was am wichtigsten ist, nämlich die Leistung. Doch das steht erst später an, erst müssen wir schauen, wie es läuft», fuhr Leclerc fort.
Die Stimmung bei den Roten sei sehr gut, betonte der WM-Fünfte des Vorjahres. «Ich selbst bin sehr gespannt darauf, was die anderen zu bieten haben. Und wenn wir dann etwas mehr Gas geben, werden wir sehen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. In diesem Jahr bietet sich für alle Teams die Chance, etwas Neues zu wagen und damit vielleicht einen grösseren Vorteil als die Gegner zu erzielen – und ich hoffe, dass wir den Unterschied machen können», erklärte der 28-Jährige kämpferisch.
Und Leclerc ergänzte: «Aber egal, wo wir starten, wir werden alles geben, um Ferrari wieder an die Spitze zu bringen. Es ist schon einige Jahre her, seit wir ganz vorne waren, auch deshalb hoffe ich, dass dies nun unser Jahr werden wird.»
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