Williams bestätigt: Robert Kubica für Lance Stroll

Von Rob La Salle
Formel 1
Von links: Paddy Lowe, Claire Williams, Lance Stroll, Sergey Sirotkin und Robert Kubica

Von links: Paddy Lowe, Claire Williams, Lance Stroll, Sergey Sirotkin und Robert Kubica

​Williams-Technikchef Paddy Lowe bestätigt in Monza: Sollte Lance Stroll tatsächlich zu Force India ziehen, wird Robert Kubica für den Kanadier einspringen und nach fast acht Jahren wieder Grand Prix fahren.

Klar ist: Lance Stroll wird für Force India Rennen fahren. Unklar ist, wann das passieren wird. Seinem Vater, dem kanadischen Geschäftsmann Lawrence Stroll, wäre früher lieber als später. Eine Sitzprobe im Force-India-Werk von Silverstone hat bereits stattgefunden. Angeblich ging es vorrangig darum, welche Vorlieben Stroll im Hinblick auf das 2019er Auto hat. Stroll junior schon beim kommenden WM-Lauf in einen Force-India-Renner zu setzen, birgt Risiken: Der tückische Stadtkurs von Singapur ist vielleicht nicht der beste Ort, ein fremdes Auto zu fahren. Da wäre Sotschi schon intelligenter.

So oder so bleibt Williams-Technikchef Paddy Lowe gelassen. Der in Kenia geborene Engländer sagt: «Wir können nicht mehr tun als zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln. Im Moment konzentrieren wir uns auf die Arbeit mit Sergey Sirotkin und Lance. Und es ist noch gar nicht gesagt, dass sich daran etwas ändern wird. Aber wenn es so sein sollte, dann ist Robert Kubica unser Mann.»

Der 33jährige Pole würde dann seinen ersten Grand Prix seit Abu Dhabi 2010 bestreiten, damals war er Renault-Werkspilot mit einem Ferrari-Vorvertrag. Der Rallye-Unfall 2011 machte eine grosse GP-Karriere zunichte, Kubica zog sich schwerste Verletzungen zu, erst vor einem Jahr traute er sich wieder zu, einen Formel-1-Renner zu testen.

Claire Williams, Tochter von Teamgründer Sir Frank Williams: «Ein Platzwechsel wird nicht so schnell passieren. Es gibt noch sehr viele Fragen zu beantworten im Rahmen des Verkaufs des Force-India-Rennstalls. Wenn diese Fragen geklärt sind, kann alles schnell gehen. Aber realistisch wird eine Veränderung im Bereich von Sotschi oder Austin passieren. Wir sprechen hier von beweglichen Zielen.»

Force-India-Teamchef Otmar Szafnauer ist nicht scharf auf einen Fahrertausch: Der US-Amerikaner weiss – mit den bewährten Sergio Pérez und Esteban Ocon holen die pink Panther mehr Punkte als mit Pérez und dem 19jährigen Stroll.

Was vom Tisch ist: die Möglichkeit, dass Williams 2019 mit einem Getriebe von Mercedes-Benz antritt. Paddy Lowe in Monza: «Wir produzieren unser eigenes Getriebe, und das werden wir auch weiterhin machen. Wir haben das mit dem Mercedes-Getriebe diskutiert und verworfen.»

Claire Williams bestätigt: «Es wird abgesehen vom Abkommen für die Lieferung von Motoren keine vertiefte Zusammenarbeit mit Mercedes geben.»

Williams will das Know-how zum Bau von Renngetrieben im Haus behalten und sich auch nicht in Abhängigkeiten mit einem Hersteller begeben. Claire Williams sagt jedoch auch: «Diese Tür ist nicht endgültig zugeworfen.»

Williams setzt 2018 als einziger Rennstall ein Aluminium-Getriebe ein. Ob der dritterfolgeichste Formel-1-Rennstall (nach Ferrari und McLaren) für 2019 auf ein Titan-Getriebe setzt wie andere Rennställe, ist nicht klar.

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