Vasseur über Kimi: «Brauchen starken Leader im Auto»

Von Adam Cooper
Formel 1
Kimi Räikkönen ist noch Monate von seinem Wechsel von Ferrari zu Alfa Romeo Sauber entfernt. Dennoch wirkt sich die Verpflichtung des Kult-Finnen bereits heute positiv aus, wie Teamchef Frédéric Vasseur stolz erzählt.

Für das Alfa Romeo-Sauber-Team geht es nach vorne: Nachdem die Schweizer eine jahrelange Leistungskrise überwunden und neben neuen Besitzern dank Alfa Romeo auch einen neuen Technik- und Namens-Partner gefunden haben, sorgten sie unlängst mit der Verpflichtung von Ferrari-Champion Kimi Räikkönen für viele Schlagzeilen.

Der aktuelle Teamkollege von Sebastian Vettel muss sein Cockpit bei den Roten für Ferrari-Junior Charles Leclerc räumen, der in diesem Jahr seine erste GP-Saison in den Farben von Alfa Romeo-Sauber bestreitet. Der 38-jährige Weltmeister von 2007 übernimmt somit das Cockpit des 20-Jährigen aus Monte Carlo – und sorgt bereits vor seiner Ankunft in Hinwil für Freude bei Teamchef Frédéric Vasseur.

Der Franzose schwärmt: «Die Bestätigung von Kimis Verpflichtung wirkt sich deutlich aus – auch auf unser Marketing. Wir haben so viele Anfragen aus allen Bereichen bekommen, auch von Sponsoren. Ich denke, wir werden die Auswirkungen Woche für Woche mitbekommen.» Und er gesteht: «Wahrscheinlich habe ich die Konsequenzen unterschätzt. Ich bin kein grosser Freund der sozialen Medien, aber ich denke, es ist eine riesengrosse Sache.»

Und Vasseur lobt: «Kimi hat den Ruf, technisch sehr versiert zu sein und ein sehr starkes, nützliches Feedback geben zu können. Wenn du ein Team von 450 Leuten bist, dann ist das wohl wichtiger, einen solchen Fahrer zu haben, als für eine Mannschaft, die zwei oder drei Mal grösser ist. Wir brauchen einen starken Leader im Auto. Sein Feedback ist sehr wertvoll und er ist wahrscheinlich einer der Besten – wenn nicht der Beste!»

Dass die Entscheidung des Iceman, mit Alfa Romeo-Sauber noch zwei GP-Jahre zu bestreiten, einige Fans und Experten überrascht hat, kann der Teamchef nachvollziehen. «Natürlich war das vor zwölf Monaten noch undenkbar, aber da waren wir auch noch nirgends. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass ich Kimi überzeugen kann, an Bord zu kommen. Doch dank aller Mitarbeiter konnten wir uns stark verbessern. Und ich denke, Kimi wird das Rennfahren mit uns geniessen», ist er sich sicher.

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