Sebastian Vettel (Ferrari): Die Taktik gegen Hamilton

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel bei der Pistenbegehung

Sebastian Vettel bei der Pistenbegehung

​Ferrari-Pilot Sebastian Vettel liegt in der WM vierzig Punkte hinter Mercedes-Star Lewis Hamilton. In Sotschi erklärt der Heppenheimer, wie er gegen den starken Briten das Ruder herumwerfen will.

Sebastian Vettel ist kein Träumer, er ist Pragmatiker. Das spricht auch aus seinen Worten, wenn er sagt, was in den kommenden sechs Rennen passieren muss, um den WM-Traum von Ferrari weiterträumen zu dürfen. «Unsere Ausgangslage ist sehr einfach: Wir liegen hinten und haben sechs Rennen, um das wettzumachen. Die beste Art und Weise, um das Ruder herumzuwerfen – vor unseren Gegnern ins Ziel kommen. Aber das wollen wir immer, von daher ändert sich die Vorgehensweise nicht. Ich bleibe überzeugt: Wir können das schaffen.»

Viele Insider glauben: Um die WM-Chance am Leben zu erhalten, braucht Vettel ein wenig Pech des Rivalen. «So denke ich nicht», sagt der Ferrari-Star. «Wir achten auf uns selber und versuchen, aus jedem Rennen das Beste zu machen. Du kannst dich nicht darauf verlassen, dass den Anderen etwas passiert.»

Wie blickt Vettel auf Singapur zurück? «Wir haben aus unserem Paket nicht das Beste geholt. Wir haben im Rennen versucht, etwas anders zu machen als die Gegner, das hat nicht geklappt. Wir haben es in der Quali nicht geschafft, das Optimium herauszuholen. Das Ergebnis lag einerseits an uns, andererseits haben die Anderen eine sehr gute Leistung gezeigt, das muss man auch wertschätzen. Die Leute reden immer davon, dass wir das beste Auto hätten. Aber Fakt ist, dass wir in beiden Weltmeisterschaften hinten liegen. Wir haben ein sehr, sehr gutes Auto, mit dem wir teilweise besser abschneiden hätten müssen.»

Vor einem Jahr ist Vettel in Russland von der Pole-Position losgefahren. Sebastian meint: «Die Abstände zu Mercedes waren vor einem Jahr knapp. Im Rennen lagen wir auf Augenhöhe, kamen aber nicht als Sieger ins Ziel. 2018 haben wir ein anderes Auto. Vor einem Jahr war die erste Startreihe für uns ein wenig überrschend, nun rechnen wir fest damit. Was vor einem Jahr gelaufen ist, das spielt keine Rolle mehr. Wichtig ist, was in den kommenden Tagen passiert. Ich glaube an meine Chance.»

«Wir haben beim Motor zugelegt. Aber Top-Speed auf den Geraden liegt nicht nur am Triebwerke, es geht auch darum, mit welchen Flügeleinstellungen du fährst. Das ist eine schnelle Bahn. Hin und wieder ist Sotschi ein wenig seltsam, wie sich das Wochenende entwickelt. Wir sind selbstbewusst genug zu sagen – wir mischen vorne mit. Aber was das in Abständen zwischen den besten Rennställen bedeutet, kann heute keiner sagen. Da sind wir am Freitagabend schlauer. Wir brauchen eine gute Abstimmung und einen guten Rhythmus, ohne Unterbrechungen.»

«Wir haben in diesem Jahr Rennen gewonnen, vor welchen wir das nicht erwartet hätten. Und wir haben auch unerwartete Niederlagen eingesteckt. Ich blicke nicht darauf, was in drei oder vier Rennen sein wird. Ich will mich auf einen Grand Prix nach dem anderen fokussieren.»

«Die Saison ist lang und hart, aber es ist immer schön zu sehen, wie motiviert meine Mannschaft bleibt. Das stachelt mich noch mehr an. Ich spüre auch von den Fans sehr viel positive Energie, in Singapur schon, hier auch in Russland, das freut einen sehr.»

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