Trotz Budget-Obergrenze: Keine Chance für die Mittelfeld-Teams im F1-Feld?
Die F1-Verantwortlichen haben die Budget-Obergrenze eingeführt, damit auch kleinere Rennställe eine Chance auf grosse Erfolge haben. Ging die Rechnung auf? Das sagt Ferrari-Teamchef Fred Vasseur dazu.
Die Formel 1 ist eine Zweiklassengesellschaft: Es gibt die Top-Teams, die an der Spitze des Feldes liegen, und mit einigem Abstand folgen die restlichen Rennställe, die den Kampf um den Titel «Best of the Rest» austragen. Daran hat sich bisher nicht viel geändert – trotz der Einführung der Budget-Obergrenze, die dafür sorgen soll, dass alle mit gleich langen Spiessen antreten.
Und auch nach der grossen Regelrevolution, die in diesem Jahr umgesetzt wurde, sind die üblichen Verdächtigen in der Favoritenrolle. Wie lässt sich das erklären? Ferrari-Teamchef Fred Vasseur sagte in Bahrain: «Ich habe keine eindeutige Erklärung dafür, aber die Leistungen gleichen sich über die Zeit an, allerdings erst nach mehreren Jahren.»
Der Franzose verwies daraufhin auf die Saison 2025, in der die Leistungsdichte höher denn je war. «Das war allerdings auch das fünfte Jahr unter den gleichen Vorschriften», räumte er ein, und prognostizierte: «In diesem Jahr wird der abstand wahrscheinlich etwas grösser ausfallen, aber wir werden wieder die gleiche Konvergenz erleben, und ich bin mir sicher, dass einige Teams, die im Hintertreffen sind, im Laufe der Saison aufholen werden und sogar schneller sein könnten.»
Darüber hinaus sorge die Regelung zur erlaubten Windkanal-Testzeit auch für eine Angleichung, betont der Ingenieur. Je schlechter ein Team im Vorjahr abschnitt, desto mehr Arbeitsstunden darf es im Windkanal absolvieren. «Das macht im Laufe der Saison einen Unterschied», ist sich Vasseur sicher. «Deshalb bin ich überzeugt, dass wir recht bald eine Art von Konvergenz erleben werden, auch wenn das Potenzial am Anfang der Saison unterschiedlich ausfällt.»
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