Di Giannantonio vom Glück verlassen: «Bezzecchi auf einem anderen Level!»
Erstmals seit 2021 fand sich keine Ducati unter den Top-3 am MotoGP-Sonntag in Buriram. Erfolgreichster Pilot der Bologneser war VR46-Akteuer Fabio Di Giannantonio, den im Rennen das Glück verließ.
Für Ducati war das Ergebnis des MotoGP-Rennsonntags in Buriram ein Desaster. Erstmals seit 88 (!) Grand Prix war am Sonntag keine Ducati auf dem Podest vertreten und der bestplatzierte Pilot der Marke fuhr dabei nicht einmal im Werksteam. Auf Rang 6 kreuzte Fabio Di Giannantonio die Ziellinie und profitierte dabei vom Ausfall des letztjährigen Weltmeisters mit der Nummer 93: «Ohne Marc Marquez’ Defekt wären wir nur auf Rang 7 ins Ziel gekommen.»
Als einzige Chance für eine bessere Position hatte der Römer vor dem Rennen eine erfolgreiche erste Runde ausgemacht, doch dieser Plan erfüllte sich nicht. Stattdessen verlor der VR46-Pilot von Startplatz 4 zunächst einen Rang: «Wir wussten, dass wir hier nur mit einem guten Rennbeginn in die Nähe der Podiumsplätze kommen könnten, aber mein Start war nicht gut genug. Danach habe ich versucht, wenigstens mit der Spitzengruppe mitzuhalten.»
Doch auch diesen Auftrag musste der 27-Jährige abbrechen, dieses Mal wegen eines Defekts: «Nach der siebten Runde hatte ich ein Problem am Motorrad. Deshalb musste ich langsamer fahren und mich darauf konzentrieren, überhaupt ins Ziel zu kommen. Ich bin froh, es so sogar noch auf Platz 6 geschafft zu haben. Damit muss ich zufrieden sein.»
Worum es sich bei dem Fehler handelte, darüber wollte der Mann mit der Nummer 49 nicht ins Detail gehen. Wohl aber, dass es sich im Bereich des Antriebsstrangs verorten ließ. Ein Kampf um den Sieg sei jedoch auch mit einem perfekt funktionierenden GP26-Arbeitsgerät außer Reichweite gewesen. Nichtsdestotrotz gelten das Rennwochenende und die Vorbereitung im Vorfeld in Thailand als Mutmacher für den Italiener.
«Heute wollte ich um etwas Großes kämpfen, denn wir waren mit dem zweiten, dritten und vierten Platz in mehreren Einheiten sehr stark, aber als es zählte, hat uns das Glück verlassen. Trotzdem haben wir so viel Gutes, was wir aus den Testfahrten und den letzten drei Renntagen mitnehmen können. Insgesamt sind wir sehr stark», so der Pilot aus Rossi-Lage nach dem WM-Auftakt. Für mindestens einen Gegner wäre jedoch auch unter besten Voraussetzungen für Di Giannantonio kein Kraut gewachsen gewesen: «Marco Bezzecchi war einfach zu weit weg - er fuhr auf einem anderen Level als wir!»
Nach seiner Zielankunft auf dem achten Platz im Sprintrennen verlässt Di Giannantonio Thailand mit 12 Punkten auf WM-Rang 7, einen Zähler hinter KTM-Haudegen Brad Binder.
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