Sebastian Vettel: «Lewis Hamilton hat das verdient»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel gratuliert Lewis Hamilton

Sebastian Vettel gratuliert Lewis Hamilton

​Ferrari-Star Sebastian Vettel ist enttäuscht: «Gewiss ist es ein Tiefschlag, wenn klar wird, dass es Essig ist mit der WM-Chance. Aber es geht heute nicht um mich, das ist der Tag von Lewis Hamilton.»

Sebastian Vettel tritt wohlerzogen einen Schritt zurück. Nach Platz 2 im Mexiko-GP sagt der Ferrari-Star: «Gewiss ist es ein Tiefschlag, wenn klar wird, dass es Essig ist mit der WM-Chance. Im Moment fühle ich mich nicht so toll. Aber das ist nicht mein Tag. Es ist der Tag von Lewis Hamilton, der verdient Weltmeister geworden ist, er war der bessere Mann in diesem Jahr. Und es ist der Tag von Max Verstappen, der ein grosses Wochenende gezeigt hat.»

«Im Grunde habe ich aber heute nichts zu meckern, wenn wir einen zweiten Rang einfahren. Es war kein einfaches Jahr, aber jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um bereits zu resümieren, wir haben noch zwei Rennen, also volle Konzentration. Wir können beide gewinnen, wir können auch noch Markenweltmeister werden, das muss jetzt das Ziel sein. Ich wusste, ich muss heute mein Ding durchziehen, der Rest ist nicht in meiner Hand. Wir haben das Beste aus der Situation gemacht.»

«Wir hatten in diesem Jahr ein gutes Auto, wir haben Rennen gewinnen können, letztlich hat es mit dem Titel nicht geklappt. Wir wissen, dass wir viele Hausaufgaben haben, um das im kommenden Jahr besser zu machen.»

«Am Anfang konnte ich den Speed der Anderen nicht mitgehen. Wir wollten lange draussen bleiben, das hat funktioniert. Als die Anderen an die Box fuhren, war ich überrascht. Ich war auch überrascht, wie stark die Reifen bei den Anderen einbrachen.»

«Gegen Ricciardo war es knapp, sein Pech mit dem Ausfall war mein Glück. Platz 2 war heute das Maximum, das haben wir geschafft. Ich stand hier jetzt endlich mal auf dem Siegerpodest, das war ein schönes Gefühl. Die Niederlage in der WM stecken wir sportlich weg, Hamilton ist ein toller Weltmeister.»

«Beim Start hatten alle ein Scharmützel erwartet, aber nichts passierte. Ich musste ohnehin aufpassen. Ich konnte es mir nicht leisten, in der ersten Kurve neben der Bahn zu liegen. Mein Start war gut, aber ich konnte zu wenig daraus machen.»

«Wir haben das ganze Jahr über hart gearbeitet, wir haben immer an unsere Chance geglaubt. Jetzt ist es vorbei, das ist kein schöner Moment. Ich schätze, es ist normal, wenn man ein wenig niedergeschlagen ist. Aber wenn ich in Brasilien wieder im Auto sitze, wird das vergessen sein. Dann wollen wir in Interlagos und Abu Dhabi gute Rennen zeigen. Auch wenn wir in der Fahrer-WM letztlich nur Zweiter geworden sind, ist das kein schlechtes Jahr. Wir verbessern uns ständig, wir arbeiten weiter auf Hochdruck.»

Auf die Frage, was schlimmer gewesen sei, der Fahrfehler von Hockenheim oder die Ferrari-Schmack in Monza, meint Vettel: «Es war Singapur. Wir hatten auf einer Bahn, wo wir ganz stark hätten sein sollen, nicht die Pace, danach halfen einige weitere Dinge nicht. Das alles hat den Titel gekostet.»

«Aber Niederlagen gehören nun mal zum Sport. Vielleicht wollte ich auch in gewissen Situationen zu viel.»

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